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> Segelflugausbildung bei der GST, Abbruch wg.Laufbahnausbildung
Yossarian
Geschrieben am: Mittwoch, 16.September 2015, 14:22 Uhr
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Hauptmann
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Ich vermute ja mal, dass einfach die finanziellen Ressourcen der DDR zu knapp geworden waren um den Segelflug als Sport noch weiter zu subventionieren. Die privaten Beiträge waren schließlich nicht geeignet die immensen Kosten für den Flugsport zu satteln.
Wie so typisch für die DDR-Politik wurden Mangelerscheinungen mit irgendwelchen politischen oder ähnlichen Argumenten verschleiert, weil nicht sein konnte was nicht sein durfte.

PS:
Und Privatefliegerei in privaten Vereinen auf private Kosten war undenkbar damals.

Bearbeitet von Yossarian am Mittwoch, 16.September 2015, 14:24 Uhr
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Morena
Geschrieben am: Dienstag, 06.Oktober 2015, 12:07 Uhr
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Da gehe ich mit. Unter Honecker wurde bezüglich Sport alles was Geld kostete eingestampft. War ja beim Motorkunstflug, Fallschirmpringen, Motorsport oder alpinen Skisport nicht anders.

Die wenigsten wissen heute noch, dass die DDR sogar mal einen Motorkunstflugweltmeister hervor brachte.
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Werner Ferner
Geschrieben am: Donnerstag, 08.Oktober 2015, 17:47 Uhr
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Der Flugsport wurde nicht eingestampft.

Die finanziellen Zwänge spielten immer eine Rolle. Wenn 1979 wir "zivilen" Flugschüler aussortiert wurden, war das aber ganz sicher nicht der Hauptgrund, .
Eine Reduzierung auf die Honecker-Ära ist sowieso zu kurz gesprungen. Auch ein Krenz oder Schabowski hätte die wirtschaftliche Lage der DDR nicht geändert.

Für den Platz Strausberg sind wirtschaftliche Gründe für den Rauschmiss "ziviler" Flugschüler auszuschließen:

Der F-Schlepp - die teuerste Variante, einen Segler in die Luft zu bekommen - fand weiter statt, wurde aber reduziert, dafür kam Windenschlepp ab 1981(?) wieder verstärkt hinzu - z.T eine wirtschaftliche Erwägung, allerdings hatten wir schon vor 1979 nicht genug Schlepp-Piloten. Die Zahl der Flugschüler nahm niemals ab - bis 1990 nicht, weil nicht genug Fluglehrer- Kapazitäten da waren, wurde aber vorrangig auf BOB/BUB begrenzt.

Auch der Motor(kunst)flug wurde weiter betrieben, ein Mädel aus unserer Truppe war richtig gut, stand wimre nach 1990 sogar mal auf dem Treppchen.

Nach allem, was mir bekannt ist ging es 1979 hauptsächlich um die Fluchten mit Flugzeugen.
Darum auch die Schließung einiger grenznaher Flugplätze, bei anderen Plätzen die Reduzierung auf den Windenschlepp - mit dem erreicht man nur eine begrenzte anfängliche Flughöhe.

Dass die Mitgliedsbeiträge angesichts der Kosten ein Witz waren und man die Beiträge politisch motiviert klein gehalten hat, ist ja offensichtlich.
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Speedy
Geschrieben am: Donnerstag, 19.November 2015, 11:55 Uhr
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Wären es wirklich mögliche Fluchten gewesen, hätte man doch nur die grenznahen Flugplätze schließen können. Aber die blieben weiter bestehen und in Friedersdorf blieb es auch beim Flugzeugschlepp mit der guten alten Wilga, obwohl es nach Westberlin nur ein Katzensprung war.
Außerdem wurde doch schon bei der Bewerbung ordentlich gesiebt und auf eine saubere Kaderakte geachtet. Jedenfalls schien mir die Sicherheitsüberprüfung bei den Segelfliegern nicht weniger intensiv als bei meiner Lehrstellenbewerbung im Bereich Koko.


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Toni02
Geschrieben am: Donnerstag, 19.November 2015, 14:36 Uhr
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Nun - ganz so würde ich den Satz - alles was Geld kostet wurde eingestampft - nicht stehen lassen. Dort wo WM - Titel oder olympisches Gold eine fast sichere Bank waren - floss auch genug Geld und da spielten auch wirtschaftliche Zwänge keine Rolle. Anders sah es bei den " Randsportarten " aus - siehe auch z.B. Eishocky, siehe Motorrennsport und ebend auch Segelflug. Aber erinnert Euch mal auch an den Eiswasserkanal für Kanuten, die Bobbahn oder das Leistungszentrum Kagel bei Berlin. Oder habt Ihr die KJS ( Kinder-Jugend-Sportschulen ) schon vergessen ? Nein wo es letztlich " Ruhm und Ehre für die DDR und Ansehen in der Welt" gab wurde kräftig Geld rein gepumpt.

MfG - Toni02


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Morena
Geschrieben am: Montag, 18.September 2017, 13:38 Uhr
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QUOTE (Toni02 @ Donnerstag, 19.November 2015, 14:36 Uhr)
Nun - ganz so würde ich den Satz - alles was Geld kostet wurde eingestampft - nicht stehen lassen. Dort wo WM - Titel oder olympisches Gold eine fast sichere Bank waren - floss auch genug Geld und da spielten auch wirtschaftliche Zwänge keine Rolle. Anders sah es bei den " Randsportarten " aus - siehe auch z.B. Eishocky, siehe Motorrennsport und ebend auch Segelflug. Aber erinnert Euch mal auch an den Eiswasserkanal für Kanuten, die Bobbahn oder das Leistungszentrum Kagel bei Berlin. Oder habt Ihr die KJS ( Kinder-Jugend-Sportschulen ) schon vergessen ? Nein wo es letztlich " Ruhm und Ehre für die DDR und Ansehen in der Welt" gab wurde kräftig Geld rein gepumpt.

MfG - Toni02

Da ist schon was dran, dass alles was Geld kostete von Honecker eingestampft wurde. Sportarten wie Kunstflug, Fallschirm springen sind nun mal Kosten intensiv. Dagegen ist Leichtathletik weniger Kosten intensiv. Honeckers Sportpolitik folgte dem Prinzip der Nutzenmaximierung: Mit möglichst wenige Ressourcen einen möglichst großen Erfolg erreichen. Deshalb fiel ab Anfang der 70er alles was irgendwie mit Motoren zu tun hatte unter den Tisch so auch der Motorsport.
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