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> Die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute u. Art.
bronski
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 19:23 Uhr
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Dieser Artikel sollte eigentlich im Projekt erscheinen.
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AK 85-1
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 20:38 Uhr
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Feldwebel
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QUOTE (bronski @ Dienstag, 14.Oktober 2008, 19:23 Uhr)
Dieser Artikel sollte eigentlich im Projekt erscheinen.

Egal! Stell ihn einfach hier rein.


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NVA -- OHS LaSK -- 1984-1985, NVA -- OHS VM -- 1985-1989, MfS -- HA I -- 1989-1990, NVA -- MfNV/MfAV -- 1990
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bronski
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 20:58 Uhr
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also gut

Leben und Märtyrium

Barbara lebte einer Legende nach als Tochter des Dioscuros am Ende des 3. Jahrhunderts im kleinasiatischen Nikomedia (heute Izmit), nach einer anderen in Heliopolis (heute Baalbek im Libanon). Ihr Vater wird von den verschiedenen Versionen als König, oder zumindest reicher Kaufmann, oder als Angehöriger der kaiserlichen Leibgarde betrachtet.

Nach der Legende war sie eine sehr schöne und kluge junge Frau, so dass viele Männer aus Nikomedia um ihre Hand anhielten. Barbara aber wollte nicht heiraten. Sie wies die Verehrer zurück, denn sie spürte, dass es ihr in ihrem Leben um etwas anderes ging.

Die junge Frau besuchte eine Gruppe junger Christen, die sich trotz der Christenverfolgung durch den Kaiser heimlich trafen. Barbara lernte dort das Evangelium kennen und machte Bekanntschaft mit einem christlichen Theologen. In langen Gesprächen kam sie zu der Erkenntnis, dass auch sie christlich leben wollte.

Barbaras Vater Dioscuros versuchte das hübsche Mädchen von der Außenwelt abzuschirmen, um die heranwachsende Jungfrau den Blicken der Umwelt zu entziehen, und sperrte sie in einen eigens dafür gebauten Turm (nach manchen Versionen aus Eifersucht, nach anderen Erzählungen sollte Barbara mit einem Jüngling aus dem Kaiserhof verheiratet werden). Hauptgrund für das Einsperren des Mädchens war aber eindeutig der verzweifelte Versuch des Vaters, Barbaras Zuwendung zum Christentum zu verhindern.

In der Abgeschiedenheit ihres Turm-Gefängnisses bekannte sie sich gegen den Willen des Vaters zum Christentum. Der Vater versuchte, sie mit Marterungen und Peinigungen zurück zu bekehren, doch dies bestärkte sie noch in ihrem Glauben. In den Turm (einer anderen Legende zufolge im angrenzenden Badehaus) ließ sie ein drittes Fenster hinzufügen - als Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit. Vom Heiligen Geist erleuchtet, ließ sich Barbara in einem heidnischen Opferbecken taufen. Als der Vater davon erfuhr, beschloss er, seine Tochter zu töten. Barbara konnte in einen Felsspalt fliehen, der sich wie durch ein Wunder vor ihr öffnete. Sie wurde dennoch von einem Hirten verraten. Dieser wurde durch Gott in einen Stein (nach einer anderen Legende in einen Mistkäfer) verwandelt, seine Schafe in Heuschrecken (bzw. Käfer).

Der Vater fand seine Tochter, schlug sie und brachte sie zum römischen Statthalter Marcianus, der sie zum Tode verurteilte. In der Stadt wurde sie schließlich so grausam misshandelt, dass ihre Haut am Ende in Fetzen vom Körper hing. In der Gefängniszelle erschien ihr Christus und heilte ihre Wunden. Der erbitterte Statthalter ließ sie nun in der Öffentlichkeit mit Keulen schlagen, die Brüste abschneiden und mit Fackeln foltern. Vor ihrem Tod betete Barbara, darauf hin erschien ein Engel und hüllte sie in ein schneeweiß leuchtendes Gewand. Letztendlich enthauptete der grausame Vater seine Tochter selbst, wurde vom Blitz getroffen und verbrannte.

Die Verehrung der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Artillerie geht von Spanien aus und stammt aus der Zeit der Verdrängung der maurischen Besatzer Südeuropas gegen Mitte des 2. Jahrtausends. Der eigentliche Ursprung der Wahl der Heiligen Barbara kann indes nicht mit Bestimmtheit rekonstruiert werden

Bearbeitet von bronski am Dienstag, 14.Oktober 2008, 20:59 Uhr
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einstrich-keinstrich
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 21:01 Uhr
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Oberst
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Mich würde ja mal interessieren, in wie weit bei der Artillerie
der NVA das Barabara-Brauchtum gepflegt wurde, wie z.B.
der Barbara-Tag etc .... War ja eigentlich nicht so ganz im
Sinne unserer m.-l. Weltanschauung.


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# NVA # Berufsoffizier # Pioniere # 1978 - 1987 #
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bronski
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 21:28 Uhr
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ESKS,

da hast du allerdings recht, mit soz. Brauchtum hatte das nichts zu tun.
Es wurde teilweise daran gedacht und auch gefeiert(illegal).
Im Endeffekt wußte aber keiner so richtig warum.
Wie es bei den Bergleuten aussah kann ich nicht sagen, denn die hl. Barbara
ist ja nicht nur die Patronin der Art.

Bei der BuWe wurde dieser Tag gefeiert, zumindest unter den Artilleristen.
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2s1-tb
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 21:28 Uhr
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Moin,

also gehört hatte ich damals auch was davon, aber an Brauchtum irgendwelcher Art kann ich mich nicht erinnern.
Naja, vielleicht habe ich als Techniker auch die "Spielchen" der "Operativen" auch nur nicht mitbekommen cool.gif cool.gif cool.gif

@bronski: Guter Artikel, kannte ich in dieser Ausführlichkeit auch noch nicht. Respekt!

Gruß
Michael


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Unterfeld ist meine Welt! Viele Tage, wenig Geld ;-P
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Kdt 165
Geschrieben am: Dienstag, 14.Oktober 2008, 21:56 Uhr
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da ich als bergmann die barbara immer für uns vereinnamt hatte erstaunt mich deren bezug zu den kanonieren. kann jemand, bis auf die 2 eingestellten sätze zum bezug barbara - artillerie noch mehr vertiefenderes mitteilen? in meiner nva-zeit hatte ich nie kenntnis von entsprechendem brauchtum erhalten.

als bergmann kann ich nur sagen, daß die barbarafeiern meist schöner waren, als die festlichkeiten zum tag des bergmanns. das lebten auch die bergarbeitenden sed-genossen deutlich aus! wurde aber bei uns auch toleriert. fast jede grube hatte ihren barbaraschrein. da hat sich keiner dran vergriffen !

kdt 165

Bearbeitet von Kdt 165 am Dienstag, 14.Oktober 2008, 21:58 Uhr
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Thüringer
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 00:00 Uhr
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Hier ein Link zum Thema, allerdings aus der Schweiz:
http://artillerie.org.summer.hostorama.ch/barbara.html

Einer von hier:
http://www.artillerie-osterath.de/7-heilige_barbara.htm

Und ein Verein aus Jüterbog:
http://www.hl-barbara.de/

Grüße, Thüringer.


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Iso
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 05:56 Uhr
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Also, von den Bergleuten kenne ich das auch, es gab viele gläubige Menschen unter ihnen, die heilige Barbara ist mir ein Begriff, die Bräuche sind bis heute erhalten, besonders in der ehemaligen Bergbauregionen Erzgebirge.

Aber in der NVA, hätte damit jemand ernsthaft angefangen, es wäre mit Sicherheit in Hohn, Spott und Gelächter untergegangen, wenigstens da, wo ich war. Weiß nicht, wie es bei der Rohrartillerie war, kann es mir aber dort auch nicht recht vorstellen. Ich bin jetzt aber auch nicht unbedingt ein gläubiger Mensch.

Iso

edit: nochwas hinzufügen

Der Gedenktag ist der 4. Dezember

Patronat:
Patonin der Bergleute, Bauleute, Architekten, Dachdecker, Maurer, Soldaten, Artilleristen; Hoffnung in Finsternis, Trösterin der Gefangenen; Beschützerin vor Gewitter und Feuersnot; Beschützerin vor einem jähen Tod.

Heilige Barbara, so lange wir leben, fühlen wir uns gefangen in Sorge und Not, in Leid und Sünde. Hilf, dass wir Jesu Leiden, sein Sterben und seine Auferstehung als Botschaft der Befreiung aus unserer irdischen Gefangenschaft begreifen und in der Todesstunde eingehen dürfen in sein ewiges Erbarmen





Bearbeitet von Iso am Mittwoch, 15.Oktober 2008, 06:17 Uhr


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NVA # MKF # GWD # Pioniere IBR-12 #1.Reserve # Nachrichten (NR-3) # 2. u. 3. Reserve # Raketentruppen (RA-10)
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Wissenschaft984
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 06:43 Uhr
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Mir ist der Barbaratag auch nur im Zusammenhang mit den Bergleuten in meiner Familie unter gekommen. Der Bezug zur Artillerie wurde, wenn überhaupt, nur im Nebensatz erwähnt.

Im Dezember 1990 habe ich die ex. Artilleristen die mit mir gemeinsam nach der Entlassung am 30.09.90 die Schulbank drückten (ex. L-Art MSR, Kdr.-PJA, SC-AA, BC PALB), auf ihren „Ehrentag“ angesprochen. Da habe ich nur verständnisloses Kopfschütteln geerntet.

Das lässt zumindest der Vermutung Raum, dass der Barbaratag unter den Artilleristen den NVA nicht besonders populär gewesen sein dürfte.

Vermutlich wurden diese Bezüge erst durch Kontakte mit Artilleristen der Bundeswehr hergestellt.


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NVA, TLA, BO, 1978-1990, Stationsleiter 1S91, BC 2K12/KUB (SA6), BC ZSU 23-4, LTLA MSR
Demagogen aller Couleur, entlarvt Euch!
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bronski
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 06:54 Uhr
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Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass wir als OS, damals mal so eine
illegale Feier im kleinen Rahmen gemacht haben.
Habe danach nie wieder ähnliches gehört.
Erst in der BuWe wurde ich wieder mit diesem Ritual vertraut gemacht.

Die hl. Barbara war ja in der DDR auch nur in den Hochburgen des Katholizismus,
wie im Eichsfeld usw. bekannt und da auch nur im Bergbau.
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Wissenschaft984
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 07:04 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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Mein Vater, Bergmann im Leipziger Braunkohlerevier, ist am Barbaratag regelmäßig "etwas lustiger" nach Hause gekommen.


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Werdeck
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 08:51 Uhr
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QUOTE (Wissenschaft984 @ Mittwoch, 15.Oktober 2008, 06:43 Uhr)
Vermutlich wurden diese Bezüge erst durch Kontakte mit Artilleristen der Bundeswehr hergestellt.

Also das bestimmt nicht. Auf meiner Entlassungsurkunde (illegal für interessierte EK`s angefertigt) wird im Stil einer alten Urkunde ausdrücklich auf die Hl.Barbara Bezug genommen. Leider ist sie mir abhanden gekommen. Kurioserweise befindet sich die Hl.Barbara im Stadtwappen von Frankenberg, allerdings wahrscheinlich aus Bergbaugründen. Der Bezug zur Artillerie war aber im Regiment zu meiner Zeit allgemein bekannt.

Gruß Werdeck cool.gif


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[COLOR=green][FONT=Times]11/1972-04/1973 US 4 FR III Wolfgangmaßen Uffz.Sch.05/1973-10/1975 UaZ AR 7 FB Frankenberg 02/1977-03/1977 ML Selingstädt
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hadischa
Geschrieben am: Mittwoch, 15.Oktober 2008, 10:09 Uhr
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Iso hat es im Edit schon erwähnt. Die hl. Barbara war nicht nur Schutzpatronin der Artillerie. Ihr Patronat war groß.
In der NVA (meine AA) wohl bekannt, aber nicht öffentlich gefeiert.
Es gab immer Ende November/Anfang Dezember, im U-Boot ein Eisbeinessen.
Die hl. und eine andere Barbara (Kellenrin) war immer dabei.


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Soldat gewesen, jetzt Rentner, andere sagen Pensionär
Sympathisch oder nicht, was andere von mir denken, geht mir schon seit langem ein ganzes Stück weit am Allerwertesten vorbei. Auf Sympathiewerte bin ich nicht mehr angewiesen und diese Erkenntnis hat meine Lebensqualität enorm angehoben.
Wie sagte K. Adenauer
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich."
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SilvioDietzel
Geschrieben am: Donnerstag, 16.Oktober 2008, 09:45 Uhr
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Bei der Bundeswehr ,hier besonders bei der Raketenartillerie , wird die
"Heilige Barbara" besonders gehuldigt.
Offizieller Barbara Tag ist der 4. Dezember.
Bei uns im RakArtBtl musste jede Kompanie einen kleinen"Kulturbeitrag" leisten.
Meist wurden hier lustige/witzige Begebenheiten aus dem Regiment nachgestellt.
Alles auf lustig getrimmt für die Zuschauer ,peinlich manchmal für die die es betraf.
Der jüngste Leutnant im Regiment war die"Heilige Barbara" , er wurde schön verkleidet und um 23.00 Uhr von den anderen Offizieren in den Saal getragen.
Dort verlaß die Barbara in Satire Form ihren Beitrag über das Regiment.

Im allem ein Mords Gaudi ( Alibi Saufen ) biggrin.gif

Bearbeitet von SilvioDietzel am Donnerstag, 16.Oktober 2008, 09:48 Uhr


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VM 03/89 - 10/89 4.Fl. MSR344 "Eilenburg" Signalmaat IV-8-2 ++ dann Bundesmarine Minensucher "Eilenburg" M 2674 ++ 92/96 Heer RakArtBtl 702/132, VU-S4 & Mat Nachw.Uffz
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