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> Grenze Eckertalsperre
grenzgänger
Geschrieben am: Freitag, 30.Mai 2008, 08:24 Uhr
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Die Eckertalsperre befindet sich im Harz am Brocken, Nähe Bad Harzburg bzw. Ilsenburg. Die deutsch-deutsche Grenze verlief damals mitten durch den Stausee (in Längstrichtung). Die Staumauer ist 235 m lang. Auch die Staumauer war geteilt. Auf der Mauer war die Grenzlinie mehr zur Seite der damaligen DDR hin, etwa ein Viertel der Gesamtlänge der Mauer von DDR-Seite aus. Dort steht heute noch auf der Staumauer eine Grenzsäule.
Nach der Grenzöffnung bin ich mehrfach in den 90-er Jahren von Ilsenburg aus nach dort gewandert.
Man kommt auf dem Weg dorthin zu einem eisernen Kruzifix, welches links am Wegrand steht. Genau dort begannen die Sperranlagen. Diese waren auf engem Raum (ca. 60 Meter) zusammengedrängt. Praktisch war alles vom K-2 bis Zaun I auf diesem engen Raum vorhanden. Platz wäre normalerweise mehr als genug gewesen.
Die eigentliche Grenze (Eckertalsperre) war erst in mehreren hundert Metern Entfernung (Luftlinie) und nur Wald dazwischen. Die Sperranlagen waren dort aus Richtung damaliger BRD kaum oder gar nicht einzusehen, es sei denn aus der Luft. Sicherlich war das auch schon in dem Zusammenhang zu sehen, dass man der Grenze an sich ein anderes Bild geben wollte.
Es gibt Bilder vom Stausee und der Staumauer z.B. bei Wikipedia und Harz Life. Auf der Seite Grenzerinnerungen ist auch eine Fluchtgeschichte geschrieben worden.
Mich würden hierzu mal folgende Fragen interessieren :

Wann wurden die Sperranlagen in der beschriebenen Form errichtet ?

Waren zwischen Zaun I und Stausee zusätzlich regelmäßig Grenzposten eingesetzt ?

War immer ein Posten unmittelbar vorn an der Staumauer ?

War in den 80-er Jahren noch die Mauer auf der Mauer ?

Die Stauanlage wurde wohl in den 70-ern und 80-ern zu beiderseitigem Nutzen betrieben. War da auch Personal aus der DDR eingesetzt ? Wenn ja, wie kamen die dahin ?

Vielleicht kann jlp. mal was schreiben, der war doch in Ilsenburg !




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grenzgänger
Geschrieben am: Freitag, 30.Mai 2008, 08:39 Uhr
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Mal noch eine zusätzliche Frage :

War die Staumauer vor der Grenzöffnung aus Richtung damaliger BRD für Wanderer usw. begehbar ?
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jlp
Geschrieben am: Freitag, 30.Mai 2008, 20:53 Uhr
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QUOTE (grenzgänger @ Freitag, 30.Mai 2008, 08:24 Uhr)
Die Eckertalsperre befindet sich im Harz am Brocken, Nähe Bad Harzburg bzw. Ilsenburg

...............

Vielleicht kann jlp. mal was schreiben, der war doch in Ilsenburg !

Hallo grenzgänger,

ich würde dir bei deinen Fragen ja gern weiterhelfen, aber Staumauer und Stausee gehörten schon zur Kompanie Scharfenstein.
Der Ilsenburger Abschnitt endete am Anfang der Waldschneise, die zum Kruzifix führt.
Wenn du dort öfters langgewandert bist, ist dir eventuell der Maitzenkopf (da stand ein BT-11) kleines Sandtal und der Ringweg ein Begriff. Dort war für uns Schluß.
Kruzifix ist mir aber als einer der ersten Postenpunkte der Nachbarkompanie bekannt.
Ab und an haben sich an der Trennlinie der beiden Kompanien die Postenpaare getroffen, auf einen kurzen Plausch, ...war natürlich verboten. biggrin.gif

Es stimmt aber, das dort der GSSZ, Kolonnenweg und 1.Sperrzaun sehr eng beieinander lagen.
Dafür gab es dann ein mehrere 100m vorgelagertes Gebiet.
Als Grenzposten liefen wir aber nur zwischen den Zäunen.
Bis vor an die Ecker kamen nur Grenzaufklärer und das haben wir als "normale" Grenzer eigentlich auch nie mitbekommen.
So nehme ich an, daß das auf Scharfensteiner Seite ähnlich war. An die Staumauer kamen bestimmt auch nur die GAK'se und eventuell gaaanz bestätigte Uffze oder Gefreite.

Hier ist ein Bild vom Maitzenkopf, dort fotografiert, wo mal der alte runde B-Turm stand. Wo die eingezeichneten Zäune im Wald verschwinden, war unserer Trennlinie (Ringweg)
Foto stammt von ca. 1994

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Bearbeitet von jlp am Freitag, 30.Mai 2008, 21:25 Uhr


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Thunderhorse
Geschrieben am: Sonntag, 01.Juni 2008, 12:32 Uhr
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Hier ein Link zu Stapelburg -Eckertal.
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs..._stapelburg.pdf

Zur Staumauer etc. demnächst a bisserl was.

TH


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Ari@D187
Geschrieben am: Sonntag, 01.Juni 2008, 16:12 Uhr
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Geschrieben am: Freitag, 13.Juni 2008, 10:01 Uhr
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http://grenzmuseum-stapelburg.de/




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Thunderhorse
Geschrieben am: Montag, 04.August 2008, 20:44 Uhr
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Hi grenzgänger.

Die Eckertalsperre war von westlicher Seite aus, normalerweise bis zum Grenzverlauf begehbar.

TH


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Geschrieben am: Montag, 04.August 2008, 20:49 Uhr
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Jede Menge Fotos von der Eckertalsperre findet man hier:
http://www.raymond-faure.com/Landschaften/...rtalsperre.html

TH


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grenzgänger
Geschrieben am: Dienstag, 05.August 2008, 18:06 Uhr
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Tatsächlich noch jemand, der an das Thema gedacht hat ! smile.gif Gucke mir das jetzt mal in Ruhe an !

Danke TH !
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Thunderhorse
Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 19:35 Uhr
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Ein kleiner Exkurs zur Eckertalsperre.

Die Eckertalsperre ist ein Teil des überregionalen Versorgungssystems der Harzwasserwerke, das vom Harz bis nach Hannover und Bremen reicht.
Die genaue Markierung des Grenzverlaufs bereitete einige Schwierigkeiten. Aber die Grenzkommission hat es dennoch für beide Seiten zur Zufriedenheit geschafft.
Unterhalb der Staumauer verlief schon damals auf einer Länge von 4,4 km über das Gebiet der damaligen DDR (heute Sachsen-Anhalt) die Fernwasserleitung.

Die Nutzung der Talwassersperre und die Instandhaltung der Fernwasserleitung (dies war unmöglich) war bis zur Neumarkierung recht unsicher.
Am 03. Mai 1978, nach 5 Jahren Verhandlung, wurde mit der DDR eine Vereinbarung über die Eckertalsperre und die Eckerfernwasserleitung abgeschlossen.
Darin enthalten die Regelung der Nutzung des auf DDR-Gebiet gelegenen Teils der Talsperre.
Die Vereinbarung gewährleistete die Ausschließliche Nutzung der Talsperre durch die Harzwasserwerke des Landes Niedersachen und regelte die Kontrolle und die laufende Instandhaltung der auf dem Gebiet der Bundesrepublik gelegenen Teile der Talsperre und der Eckerfernwasserleitung.
Die erforderliche Sanierung des damals auf DDR-Gebiet verlaufenden Fernwasserleitungsabschnittes wurde von April bis November 1978 ausgeführt.
20 Arbeitskräfte aus der Bundesrepublik waren mit dem erforderlichen Gerät auf dem Gebiet der DDR im Einsatz. Seitens der Harzwasserwerke wurde damals jährlich eine Pauschale von 100 000.- DM gezahlt.

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Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 20:10 Uhr
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Die Eckertalsperre im Jahre 1965
Quelle: BM Gesamtdeutsche Fragen

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Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 20:13 Uhr
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Die Eckertalsperre im Jahre 1965
Quelle: BM Gesamtdeutsche Fragen


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Schlutup
Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 20:13 Uhr
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moin!

passt zum thema :

http://www.grenzerinnerungen.de/seite19.htm

Flucht an der Eckertalsperre im Harz
Am 21.05.1967 begab ich mich mit 2 Freunden in der Absicht, die DDR zu verlassen, nach Wernigerode.Von dort aus wollten wir versuchen, die BRD zu erreichen. Wir hatten erfahren, dass die Grenze in der Nähe des Brockens löchrich ist. Unser Weg begann in Hasserode. Von dort aus begaben wir uns über die Steinerne Rinne zum Brockengipfel, den wir am frühen Abend erreichten. Der Gipfe.................................

gruß Schlutup

Bearbeitet von Schlutup am Sonntag, 10.August 2008, 20:13 Uhr
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Schlutup
Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 20:19 Uhr
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moin!

ist das eine originale grenzsäule?

Quelle:www.harzregion.de/geopark/4.html




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Schlutup
Geschrieben am: Sonntag, 10.August 2008, 20:22 Uhr
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