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> Wie war die Grenze an der Ostsee?, Absicherung land- und seeseitig
KaHa
Geschrieben am: Mittwoch, 21.Januar 2004, 20:38 Uhr
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Hallo, ich bin neu hier und das ist mein erstes Posting. Ich interessiere mich sehr für die Geschichte der DDR und generell für die des Kalten Krieges. Bin auch dort geboren worden, aber im Westen aufgewachsen, da ein Elternteil das Land verlassen musste.
Ich habe eine Frage, die mich schon seit langem interessiert, und zwar geht es darum, dass ich gerne erfahren würde, wie es eigentlich um die Staatsgrenze der DDR zur BRD an der Ostsee bestellt war. Wie war diese denn abgesichert? Durch Zäune, Sperrvorrichtungen? Wäre es z.B. möglich gewesen über die Ostsee in dir BRD zu gelangen, wenn es jemand vorgehabt hat? Die Stadt Lübeck lag ja ziemlich nah zur DDR.
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sentry
Geschrieben am: Donnerstag, 22.Januar 2004, 11:39 Uhr
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Stabsfeldwebel
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Als Grenzer kann ich da nicht viel qualifiziertes zu sagen...ich war in der Börde, da gabs Wasser nur im Klo.
Als militärisch nicht so interessierter Ostsee-Badeurlauber hat man von der Grenzsicherung nicht so viel mitgekriegt, aber nachts mit Gummianzug, Schlauchboot und Rucksack mit Geburtsurkunde und Proviant hätte man lieber nicht an denStrand gehen sollen...
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OS B
Geschrieben am: Donnerstag, 22.Januar 2004, 11:40 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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Hallo KaHa,

willkommen im Forum.

Ein bissl zu dem Thema Ostsee haben wir im Bereich Volksmarine
6. Grenzbrigade Küste

Ich hab da mal eine kleine Skizze angehangen.

Zur Erläuterung

Generell bis zum Punkt 6 war dies der Bereich der 1. GK Pötenitz im Grenzregiment 6 Schönberg.
Offiziell der Handlungsbereich „ ... ausschließlich der Ortschaft Barendorf ...“ 7.

Sperreinrichtungen gab es an der Ostsee insgesamt nicht, wie an der Grenze zur BRD nur im nordwestlichen Teil. Gelesen hab ich, das diese (mit Vorderem Sperrelement, Schutzstreifen und GSZ/ GSSZ) mit zur Ortschaft Brook reichten. 8.

Noch die anderen Zahlen auf der Skizze
1 – Grenzübergangsstelle Schlutup – Selmsdorf
2 – Selmsdorf mit Sitz I. GB, SiZ der GüSt und 2. GK
3 – Schönberg – Grenzregiment
4 – Lüttgenhof – 9. GK
5 – Pötenitz – 1. GK

7 – Barendorf – dort war die 12. Technische Beobchtungskompanie der Grenzbrigade Küste
8 – Brook – 8. GK der GBK

Ich hoffe, es half erst mal (zusammen mit dem Thread bei der Volksmarine)

Andy

PS.: Achja, Zu Ostseefluchten gibts auch ein Buch, kennst Du vielleicht?
Meine Einschätzung,
landseitiger Grenzdurchbruch (Richtung Priwall oder Lübeck) sehr schwierig, da pio-technisch und kräftemäßig ausgebaut
seeseitige Ablandung schwimmend sehr gefährlich, da mußte man schon ein extrem guter Schwimmer sein, um die langen Strecken auf offener See zu schaffen. mMn war die „Gefahr“ durch Schiffe aufgebracht zu werden, sehr gering, gefährlich machte dieser Versuch die Selbstüberschätzung, solche Distanzen zu schwimmen.
Andy

PPS.: Zum Glück treiben sich die Spaßvögel nicht hier rum laugh.gif laugh.gif laugh.gif wink.gif


Angefügtes Bild
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Andreas
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sentry
Geschrieben am: Donnerstag, 22.Januar 2004, 11:49 Uhr
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Stabsfeldwebel
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QUOTE
Zum Glück treiben sich die Spaßvögel nicht hier rum


Wie jetzt.....Spaßvögel? ph34r.gif

Naja...jedenfalls...ich denk mal, OS B's Artikel sagt alles. Der Mensch ist eben nicht für's Wasser gemacht. Das wussten die Grenzer auch und die GV's wussten, dass die Grenzer das wussten. Deshalb lagen die Startpunkte für Fluchtversuche meist sehr weit weg von der Westgrenze und/oder man hat's gleich Richtung Norden versucht....und dann kam meistens der erwähnte Selbstüberschätzungsaspekt ins Spiel.

Bearbeitet von sentry am Donnerstag, 22.Januar 2004, 11:49 Uhr
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OS B
Geschrieben am: Donnerstag, 22.Januar 2004, 12:05 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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huch Sentry ... die Spaßvögel bezogen sich auf den Beginn der Brückendiskussion, nicht auf Dich wink.gif smile.gif

Deinen Beitrag hatte ich da gar nicht gelesen, sondern tippte grad an meinem und schickte los, ohne Vorschau (wegen dem Bildchen)


Bezogen auf Deinen Teil, da geb ich Dir auch recht, an der restlichen Ostseeküste war mit Ausnahme der BT ab und zu nicht so sehr viel bewußt zu sehen. Und mal bezogen auf das Verhältnis Personal zu Standlänge war da auch nicht sehr viel Präsenz.

Mit guter Aufklärung und entsprechend guten Schwimmmitteln/ Booten und seemännischem Können war es sicherlich aussichtsreicher, nur wer hatte die in der Art

Andy


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Andreas
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bitti62
Geschrieben am: Donnerstag, 31.März 2005, 18:29 Uhr
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Major
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Past auch zum Thema GBK, aber ich stell den Zeitungsbeitrag mal hier ein.

bitti


Ostsee-Zeitung Donnerstag, 31. März 2005


Türme ohne Grenzen

70 Grenztürme standen entlang der Ostseeküste. Nur wenige sind noch erhalten. Die Türme in Börgerende und Kühlungsborn werden restauriert.

Börgerende (OZ) Beide Männer haben eine Beziehung zum Turm. Knut Wiek (62) aus Kühlungsborn und sein Neffe Jörn Wiek (41), der in Dierhagen das Café „Orange Blue“ betreibt. 1987, in der Nacht zum 1. Mai, hatte er eine Heidenangst vor dem Turm. Als er mit einem Freund im Schlauchboot aus der DDR in den Westen floh. 18 Jahre später steigt er rauf und beantwortet geduldig Fragen zu seiner Flucht.
In Kühlungsborn und Börgerende (Landkreis Bad Doberan) sollen die Türme nun für andere Zwecke restauriert werden. In Kühlungsborn macht sich ein Förderverein stark, den Knut Wiek ins Leben gerufen hat. In Börgerende kaufte der Architekt Jens-Uwe Trost (36) den Turm für 79 Euro und 96 Cent von der Gemeinde. Beide haben erfahren, dass sie damit nicht nur Freude auslösen. Knut Wiek meint: „Einige Leute wollen nur im Westen ankommen, die DDR vergessen und all ihre Spuren eliminieren. Alles, was erinnert, ist ihnen peinlich.“

Der Turm wurde Wieks Baby. 2002 gründete der frühere Bürgermeister den „Förderverein Grenzturm“. 15 Mitglieder zählt er. Zum Tag des offenen Denkmals 2004 hatte der Turm 500 Besucher. Maximal dürfen drei Personen gleichzeitig hoch.

Ostalgie? „Das ist keine Nostalgie, sondern Gedenken und Baudenkmalgeschichte“, sagt Wiek. Für Jens-Uwe Trost ist der Turm ein sichtbarer architektonischer Fingerzeig. „Ein markanter Punkt in der Landschaft, der Informationen über die Geschichte bereit hält.“ Er will mit dem Grenzturm zwei Aussagen treffen. Geschichtsbeschäftigung und Architektur. „Ich will dokumentieren, dass es bei Architektur nicht nur darum geht, Geld zu verdienen. Bei der Beschäftigung mit Bausubstanz muss man nicht nur nach Gewinnstreben abwägen.“ Menschen, die mit Immobilien arbeiten, seien mehr als Investoren, würden aber in der Öffentlichkeit nur noch als solche wahrgenommen.

280 000 Euro wird das Projekt kosten. Trost verdient nichts, will aber auch nicht draufbuttern. „Da helfen viele Menschen und Unternehmen“, sagt er.

Beteiligen sollen sich Studenten, Ingenieure, Statiker, Architekten, Künstler, Historiker. Der Architekt will eine Ausstellung, mit der Stasi-Gedenkstätte kooperieren, den Turm als Wetterstation nutzen, dort Sportevents oder Turm-Falkner-Shows organisieren. Derzeit wird der Turm gegen Einsturz gesichert.

„Später sollen zwei Leute hier schlafen, vier sitzen und acht stehen können.“ Für große Öffentlichkeit sei der Turm ohnehin zu klein. Aber wer sich interessiere, solle sich den Schlüssel bei der Gemeinde abholen, Ausstellung, Turm und tolle Aussicht genießen.

In Kühlungsborn liegt bereits ein Fernglas auf der Plattform. Der Bau im Herzen des Ostseebades wurde 1991 zum historischen Denkmal erklärt. 70 Türme bewachten bis 1990 die Grenze der DDR an der Küste. Nur noch wenige sind intakt.

Der Kühlungsborner Förderverein will in dem Waldstück am Turm 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche dazukaufen. Auf dem Areal sollen Besucher „im Vorübergehen“ informiert“ werden. Wer mehr Interesse hat, könne den Turm besteigen und sich über das Grenzsicherungssystem der DDR, Grenzbrigade Küste, Architektur des Bauwerks oder persönliche Schicksale informieren können.

Jörn Wiek zum Beispiel will sein Schlauchboot und andere Utensilien der Republikflucht dort ausstellen. Der gebürtige Kühlungsborner, der bei seiner Flucht im Schatten des Turms operieren musste, findet den Erhalt wichtig: „Der Turm passt gut rein in den Ort. Kühlungsborn wird doch immer glatter und perfekter. Da setzt so ein Grenzturm einen Kontrapunkt zum Disney World-Trend.“

MICHAEL MEYER


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Volksmarine 1980 - 1990, I-Basis 18 Wolgast, RTTB-18 Hanshagen
Marinemuseum: www.marinemuseum-daenholm.de - "Wer allzu begeistert in der Erinnerung lebt, dem verdorrt der Zukunftssinn. Er wird lebensuntüchtig." F. Nietzsche
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Wolf
Geschrieben am: Samstag, 09.April 2005, 12:27 Uhr
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Hauptmann
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Zur Seegrenze der DDR

Als erstes gab es eine Badeordnung des Rates des Bezirkes Rostock. Das ist kein Scherz sondern sehr ernst gemeint. Dort wurde darauf hingewiesen das an der offenen Seegrenze besondere Bedingungen herrschen, die zu beachten und einzuhalten sind. Einige Beispiele dazu:

- an der offenen Seegrenze war das betreten des Strandes nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr gestattet
- an der offenen Seegrenze war es verboten, Luftmadratzen oder anderen Utensilien wie Badeboote zu benutzen
- an der offenen Seegrenze fuhren mit Einbruch der Dunkelheit LKW SIL mit Flackscheinwerfern in vorbereitete Stellungen, die durchgehend an der gesamten offenen Seegrenze vorbereitet waren. Diese Stellungen hatten einen solchen Abstand, das die Leuchtreichweite der Scheinwerfer eine restlose Ausleuchtung der See garantierte. An den Stränden der offenen Seegrenze patrullierten ab Einbruch der Dunkelheit auch Postenpaare der Grenzbrigade Küste.

- natürlich nahm dieses Kontrollnetz zu je brisanter der Abschnitt offene Seegrenze war.
- die nahezu kürzeste Entfernung ( außer im Bereich Boltenhagen - Lübeck ) Richtung Westen war nach meinem Wissen Darßer Ort auf Zingst zur dänischen Insel Seeland (Gedser) ca 40 km, das bedeutete das Zingst sehr stark kontrolliert wurde. Urlauber, die mal in Prerow gezeltet haben werden dies bestätigen können.

Wolf



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Die über Nacht sich umgestellt, und sich zu jedem Staat bekennen - das sind die Praktiker der Welt, man könnte sie auch Lumpen nennen.
(Wilhelm Busch)
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bitti62
Geschrieben am: Samstag, 09.Dezember 2006, 11:37 Uhr
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Major
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Grenzturm verlor gestern üppiges Stahlkorsett

Börgerende Im Mai 2004 rüstete die Broderstorfer Firma Glöde Spezial-Gerüstbau den früheren Grenzturm in der Deichstraße ein. Gestern bauten Mitarbeiter das Stahlkorsett ab. „Wir brauchen das Material für Aufträge in der Rostocker Neptunwerft. Dort rüsten wir Schiffssektionen ein“, so der Chef Wolfgang Glöde. „Damit sind die Arbeiten am 13,50 Meter hohen Wachturm aber nicht beendet“, meint Architekt Jens-Uwe Trost, der das marode Wahrzeichen von der Gemeinde kaufte. Zwar sei der Riese mit einem Sandstrahl-Gebläse gereinigt worden. Doch vor dem G 8-Gipfel im Juni sollen ein Farbanstrich und der Aufbau eines Scheinwerfers folgen. Der Turm soll nach der Intention eines Vereins als Denkmal an die Zeit erinnern, als NVA-Soldaten auf 69 Beobachtungsposten dieser Art jede Bewegung an der DDR-Küste verfolgten.

Ostsee-Zeitung



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Thunderhorse
Geschrieben am: Dienstag, 03.April 2007, 16:16 Uhr
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Flucht über die Ostsee.

"Hinter dem Horizont liegt die Freiheit"

von Christine Vogt-Müller
ISBN 3-7688-1486-6
Delius Klasing Verlag

Es behandelt die Organisation der Überwachung der Ostseeküste durch die GT, MfS, VP.
Schwerpunkt ist jedoch die Flucht (geglückte und misslungene) von der Ostseeküste aus den Westen zu erreichen. Es werden Fälle anhand von Akten dargestellt. Zahlreiche Fotos und Kopien von Originaldokumenten.
Vorläufer von diesem Buch war: Über die OStsee in die Freiheit.



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GBK-Puster
Geschrieben am: Freitag, 03.August 2007, 19:25 Uhr
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Unterfeldwebel
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Zu den beiden Büchern meine Meinung:
Man kann diese lesen, einiges ist auch recht interessant, aber "fachlich" bezogen auf die 6. GBK ist einiges doch schlichtweg falsch!!!
Die Autoren hätten gut daran getan einige Akten der Vergangenheit genauer zu studieren.


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11/74-04/75 VM-Flottenschule 05/75-10/77 Funker, Stab, 6. GBK
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Bonnyhro
Geschrieben am: Freitag, 03.August 2007, 21:11 Uhr
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Unterfeldwebel
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Ich kann auch noch was zum besten geben. Im Jahre ´75 wurde eine Flucht über die Ostsee von Warnemünde aus, wobei das Fährschiff, was von Warnemünde aus Richtung Gedser fuhr ( heute aus dem Überseehafen), als Versteck benutzt wurde, im Sinne der Radar Erfassung. Da sind die Flüchtenden einfach dicht neben dem Fährschiff geblieben, bis sie die Hoheitsgrenze (Wasser) der DDR erreicht hatten.
Und die gesamte Aktion passierte ohne, dass die GbK das mit bekommen hatte, selbst die Vorpostenschiffe haben das nicht mit bekommen.


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Grüße aus Rostock





Das einzige was man aufgeben sollte, ist ein Brief !!!
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Grenzverletzer
Geschrieben am: Dienstag, 14.August 2007, 23:08 Uhr
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Irgendwie passt alles zusammen. 13. August und zufällig findet man den "Schießbefehl" , auch das die "Linke" an Zulauf gewinnt kommt dem Zugute.
Ich war in Brook (Ostsee) an der Grenze und ich kann mich nicht an einen Schießbefehl errinnern. Wir wurden "vergattert" das heißt auf den Umgang mit der Schußwaffe hingewiesen- es ist von der Schußwaffe gebrauch zu machen -erst ein Warnschuß in die Luft und dann der gezielte Schuß auf die Beine- außerdem mußte man ja auch das eigene Leben und das seines "Kollegen" schützen.
Ich kann mich daran errinnern das die Rede von "angeblichen Russen" die bewaffnet mit Handgranaten und Maschienengewehren Richtung Grenze unterwegs waren. Wenn da einer abgehauen wäre wer weiß was dann passiert wäre.
Außerdem kann man ja mit diesem angeblichen Schießbefehl von den wahren Problemen ablenken- sprich Erhöhung der Preise (Milch,Butter )und die Erhöhung der Diäten bei den Abgeordneten.
Wer spricht von den Toten an der Grenze USA/ Mexiko oder Israel.
Wer hat den Stacheldraht geliefert für die Berliner Mauer.
Welcher Staat schützt seine Grenze nicht- jeder kannte die Grenze und wenn ich auf einem Gleis spazieren gehe -wer garntiert mir das ich leben bleibe.
Für mich ist das ganze eine Farce um von den wirklichen Themen abzulenken.
Nach 17 Jahren ???Lächerlich



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Thunderhorse
Geschrieben am: Donnerstag, 20.September 2007, 16:42 Uhr
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Hi Grenzverletzer,

kannste ein bisschen aus Deiner Zeit bei der GT und der damaligen Grenzsicherung an der Ostseeküste hier erzählen?

Thanks.

TH


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PSH
Geschrieben am: Montag, 29.Oktober 2007, 00:37 Uhr
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Stabsgefreiter
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QUOTE (Grenzverletzer @ Mittwoch, 15.August 2007, 00:08 Uhr)
Irgendwie passt alles zusammen. 13. August und zufällig findet man den "Schießbefehl" , auch das die "Linke" an Zulauf gewinnt kommt dem Zugute.
Ich war in Brook (Ostsee) an der Grenze und ich kann mich nicht an einen Schießbefehl errinnern. Wir wurden "vergattert"  das heißt auf den Umgang mit der Schußwaffe hingewiesen- es ist von der Schußwaffe gebrauch zu machen -erst ein Warnschuß in die Luft und dann der gezielte Schuß auf die Beine- außerdem mußte man ja auch das eigene Leben und das seines "Kollegen" schützen.
Ich kann mich daran errinnern das die Rede von "angeblichen Russen" die bewaffnet mit Handgranaten und Maschienengewehren Richtung Grenze unterwegs waren. Wenn da einer abgehauen wäre wer weiß was dann passiert wäre.
Außerdem kann man ja mit diesem angeblichen Schießbefehl von den wahren Problemen ablenken- sprich Erhöhung der Preise (Milch,Butter )und die Erhöhung der Diäten bei den Abgeordneten.
Wer spricht von den Toten an der Grenze USA/ Mexiko oder Israel.
Wer hat den Stacheldraht geliefert für die Berliner Mauer.
Welcher Staat schützt seine Grenze nicht- jeder kannte die Grenze und wenn ich auf einem Gleis spazieren gehe -wer garntiert mir das ich leben bleibe.
Für mich ist das ganze eine Farce um von den wirklichen Themen abzulenken.
Nach 17 Jahren ???Lächerlich

Sehr gute Beschreibung "Grenzverletzer"!

Ich stand zwar nicht an der Staatsgrenze, dafür aber für das Wachregiment Feliks Dzierzynski an der grünen Mauer in Wandlitz (Wohnviertel der damaligen Regierung). Die Schußwaffengebrauchsordnung mußten wir auswendig lernen und der Gebrauch der Waffe war streng reglementiert.

Natürlich wurden wir, besonders von den Politoffizieren, heiß gemacht und sollten permanent feindliche Saboteure und mordlüsterne kapitalistische Kommandos erwarten. Das diente aber wohl eher nur zur Aufrechterhaltung einer Grundaufmersamkeit in dem ansonsten sehr leeren Wachdienst (Hauptangreifer waren meist Eichhörnchen, Igel, Amseln und Wildschweine) den ich 3 lange Jahre durchgezogen habe.

Wir hatten ganz klare Anweisung, nicht auf Diplomaten (so sie den Paß zeigten), Militärmissions- und Inspektionsangehörige der Besatzungsmächte, auf Kinder oder auch schwangere Frauen zu schießen. Ansonsten das selbe wie Du bereits schildertest, Warnschuß und in der Folge auf die Beine. Wir trugen eine unterladene Kalaschnikow AK 74 und 90 Schuß Munition in der Magazintasche. Niemand wäre auf die Idee gekommen irgend einen Menschen abzuschießen, außer ein Vorgesetzter hätte es befehlsmäßig angeordnet. Später als ich bei der Volkspolizei diente war das nicht anders, nur die Schußwaffen Gebrauchsordnung mußte ich nicht nochmal lernen, die kannte ich bereits. Bei der Darstellung der Grenztoten ist sicher sehr viel Propaganda dabei, es gab sicher tragische Fälle, aber eine Aufschlüsselung nach echt krimminellen Elementen/ Saboteuren, und denen, die sich nur den Horizon etwas erweitern wollten, habe ich noch nie gesehen.

Man muß bei der Gesamtbetrachtung auch mit einfließen lassen, dass wir kein freier Staat waren sondern politisch von Moskau aus gesteuert wurden und die DDR Staatsgrenze war nun mal Demarkationslinie zum kapitalistischen System, zur NATO und den Amerikanern. Die Sowjets haben diktiert und wir ausgeführt, Wahlmöglichkeit ja oder ja oder Karriere sofort beendet. Die Grenze existiert für mich noch immer, sie teilt die älteren Bundesländer im britisch/ amerikanischen Sektor von den kampflos erworbenen Kolonien im Osten der BRD.

kameradschaftlicher Gruß
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joachimroehl
Geschrieben am: Montag, 29.Oktober 2007, 08:07 Uhr
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In Berlin-Kreuzberg Nähe Bethaniendamm, fast auf dem alten Grenzverlauf steht seit vielen Jahren riesig und weithin sichtbar "Die Grenze verläuft nicht zwischen Ost und West - sondern zwischen Oben und Unten".
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