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> Segelflugausbildung bei der GST, Abbruch wg.Laufbahnausbildung
Mücka01
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 16:31 Uhr
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Hi Leute,

Ich hatte 1975/76 eine Segelflugausbildung bei dem GST -Ausbildungszentrum Halle-Oppin angefangen.Ich hatte 38 Starts auf dem damaligen Schuldoppelsitzer "Bocian"-war kurz vor der Alleinflugprüfung.(Mein Flugbuch habe ich noch)
Im Zeitraum 1977 war irgendwie eine gesetzliche Umstrukturierung der gesamten Ausbildung,es durfte nur noch derjenige weitermachen,der sich als Militärflieger verpflichtete. Viele Teilnehmer unseres Lehrganges mussten diese Ausbildung dann beenden.
Die die dann weitermachten,haben den Segelflugschein fertig gemacht,kamen dann zum Motorflug.
Gibt es da Erfahrungen,gibt es Leute aus dieser Zeit den es genauso gegangen ist?
War diese Begründung für uns damals richtig?

Vielen Dank,mfG Günther
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ods
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 17:08 Uhr
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Ich habe ebenfalls 1975 mit der Segelflugausbildung begonnen. Flugplatz Blankenburg (Harz). Obwohl ich nie Militärflieger werden wollte, sondern immer zur Marine, war ein Abbruch der Ausbildung kein Thema. Etwas Derartiges wurde auch m.E.n. nie auf dem Flugplatz erwähnt/angedeutet. Ich kann mich lediglich erinnern, daß zur Ausbildung im Motorflug nur zukünftige Militärflieger zugelassen wurden aber das war wohl auch vor 1977 der Fall.
Meinen letzten Flug (lfd. Nr. 252) hatte ich am 21.07.79 auf "Pirat. Gelernt habe ich auf FES "Lehrmeister" und "Bocian".

Zu 1977 fällt mir allerdings der Umtausch der Flugbücher ein. Von einem blauen Flugbuch im "Oktavformat" auf ein grau/beiges A5-Buch.

ods


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Mücka01
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 18:42 Uhr
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Hi ods,

vielen Dank für Deine Antwort.

Dieser von mir gemeinte Lehrgang wurde so behandelt.
Ich habe noch das blaue Flugbuch gehabt,habe es noch hier.
Geschult wurde bei uns im F-Schlepp (mit der Wilga).Im Blankenburg /Harz war glaube Winde?
Wir hatten den Bocian, den Pirat und neuere moderneren Einsitzer,(Name weiß ich nicht mehr).
Jedenfalls war für uns damals Schluß,ich habe noch Kontakt mit damiligen Flugkameraden aus Halle/S. aus dieser Zeit-diesen ist es genauso ergangen.

MfG Günther
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Tester U3L
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 18:58 Uhr
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Das hatte mehrere Gründe. Die finanziellen Mittel, die für den Flugsport bereit gestellt wurden, waren begrenzt und reichten irgendwann Mitte der 1970er Jahre nicht mehr aus, um den Anschluss an die Führenden im internationalen Segel- und Motorkunstflug zu halten. Daher verlor man das Interesse an diesem Sport und konzentrierte die Mittel hauptsächlich auf die vormilitärische Ausbildung von Militärfliegern.
Ein weiterer Grund waren mehrere geglückte 'Republikfluchten' in diesem Zeitraum mit Motor- und Segelflugzeugen der GST von grenznahen Flugplätzen aus. Nachfolgend wurde die Fliegerei auf grenzfernere Flugplätze verlegt, die Sicherheitsanforderungen an das Personal weiter verschärft und technische Sicherungen in die Flugzeuge eingebaut.

Tester


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ods
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 19:48 Uhr
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Hallo Mücka,
ja, Blankenburg war Windenschlepp. Auf Grund der Entfernung zur Staatsgrenze, ich glaube innerhalb eines 25 km Streifens, durfte kein F-Schlepp durchgeführt werden. Aus dem gleichen Grund war unsere max. Flughöhe in Blankenburg auch auf 800 m beschränkt. In Magdeburg dann F-Schlepp und Flughöhe max. 2.150 m.
Deshalb wurde die Übung 6 "Einweisung in anomale Fluglagen" (Abrutschen, Abkippen, Trudeln) durch uns auch in Magdeburg absolviert.

Mein Flugbuch habe ich selbstverständlich auch noch - ohne das Ding hätte ich das Datum meines letzten Fluges nach fast 30 Jahren auch nicht mehr exakt angeben können. smile.gif

@Tester U3L
Kannst Du die Schließung "grenznaher" Flugplätze zeitlich genauer benennen? Desweiteren würde mich interessieren, welche technischen Sicherungen in ein Segelflugzeug eingebaut wurden. Danke.

ods


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Mücka01
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 20:17 Uhr
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@ Tester U3L

ist denn nach Bläske/Richter/Kapphahn u.a. der Motorkunstflug in der DDR ganz weg gewesen?
Ich kann mich noch an Flugschauen in Oppin in den 70 ziger Jahren erinnern wo Bläske/Richter u.a. den Spiegelflug vorführten.

In Oppin wurde ja dann mehr Wert auf die Fallschirmspringer-Nationaülmannschaftsausbildung gelegt.
Im Motorflugbereich hatte man ja auch aus Oppiner Sicht zwei Z 42 Abstürze zu beklagen,wovon der letztere nicht weit von meinem damaligen Wohnblock direkt in Halle-Neustadt war.

Gruß Günther
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Tester U3L
Geschrieben am: Freitag, 26.Juni 2009, 21:47 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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@ods
Nach meinen Informationen Ende der 70er Jahre. Als technische Sicherung wurden bei Segelflugzeugen z.B. nach dem Fliegen die Höhenleitwerke abgebaut und weggeschlossen.

@Mücka01
Es wurde ja auch nicht komplett damit aufgehört und in den 80ern begann man z.T. mit neuen Flugzeugen auch wieder von vorn damit. Es war aber damals ja oft so, dass nur Sportarten interessant waren, wo die DDR mit ihren Möglichkeiten ganz vorn mitzuspielen. War das nicht der Fall, erlosch sehr schnell die Begeisterung und Unterstützung für diese Sportart.


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Neva
Geschrieben am: Samstag, 27.Juni 2009, 12:41 Uhr
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Jena , Schöngleina 77-80
von 10 war einer der mal Pilot werden wollte ( und auf dem Drehstuhl am Tage Nr. 2 ) rausflog in Kö-brück. Der andere ging zu FID.

Keine Regelungen , Verpflichtungen oder gar lästiges Werben.

Die Werber kamen in die Schulen um für den Segelflugsport zu werben. ( Nicht die Werbung zum BOB ) , sondern die vom Flugplatz.

Das das ganze von einer großen Fa. in Jena gesponsert wurde ist eine andere Sache.

Konnte auf dem Flugplatz nichts paramilitärisches erleben .Alles zivil , keine GST Sachen an ....

Lief alles sehr zivil, die Fluglehrer hatten ganz normale Berufe.


Und als einer nicht mehr wollte ( als BOB ) hatte er dort ganz normal weiter gemacht und seine 2 Flüge am Wochenede gemacht.

Bocian
Alleinflug in Flugpaltzone
"C " 3 Schwingen.

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Mücka01
Geschrieben am: Samstag, 27.Juni 2009, 13:01 Uhr
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Ich wurde nicht gewoben-ich hatte mich damals selbst in Oppin vorgestellt-würde man heute sagen.
In diesem Lehrgang, in welchen ich war,war auch ein Sohn eines unserer Fluglehrer, (Kamerad Q.) dieser musste auch 1977 dort aufhören.
Der damalige Leiter für den Segelflugbereich in Oppin - Kamerad E. hatte noch versucht sich für uns einzusetzen,aber erfolglos.

Eine Werbung erfolgte bei uns damals in der Schulzeit verstärkt in Richtung MKF / 3 Jahre Wehrdienst und Offizierslaufbahnausbildung (keine Militärflieger).Da ich so enttäuscht war-meine Segelflugausbildung nicht weiter machen konnte habe ich dann die NVA Werbungen bewußt ignoriert.


MfG Günther

Bearbeitet von Mücka01 am Samstag, 27.Juni 2009, 13:02 Uhr
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Geschrieben am: Samstag, 27.Juni 2009, 13:31 Uhr
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@Tester,
danke für die Antworten.

QUOTE
Als technische Sicherung wurden bei Segelflugzeugen z.B. nach dem Fliegen die Höhenleitwerke abgebaut und weggeschlossen.


Eigentlich sinnlos, heute darüber zu diskutieren - wie man mit der Maßnahme eine "Republikflucht" verhindern wollte, erschließt sich mir nun aber wirklich nicht. Voraussetzung um sich mit einem Segelflugzeug zu "verabschieden" ist doch zwangsläufig, daß sich die Maschine in der Luft befindet (jedenfalls wenn man sie als "fliegendes" Fluchtmittel nutzen möchte und keinen genehmigten, begleiteten Landtransport der Maschine ins NSW vortäuschen will biggrin.gif ). Das wiederum kann doch nur während eines normalen Flugbetriebes durchgeführt werden. Und da sollte sich das Höhenruder zweckmäßiger Weise schon an der Maschine befinden. Also irgendwie erscheint mir diese Art von "Sicherung" purer Aktionismus gewesen zu sein.

ods


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Tester U3L
Geschrieben am: Samstag, 27.Juni 2009, 14:41 Uhr
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@ods

Prinzipiell hast Du ja recht, beim fliegenden Personal war man sich nach diversen, mit der Zeit immer strengeren Sicherheitsüberprüfungen ("Kaderüberprüfungen") wohl recht sicher, dass von denen keine Gefahr ausgeht.
Es gab aber diverse versuchte bzw. gelungene 'Republikfluchten' von nicht-fliegendem Personal. Beispiele: 26.08.1973 mit einem Agrarflugzeug Z-37 nach Lübeck-Blankensee, sowj. Flugzeugtechniker mit einem Jagdbomber Su-7 von Großenhain nach Braunschweig (Absturz nach Ausstieg mit dem Schleudersitz) usw.
Dem wollte man mit technischen Maßnahmen vorbeugen, d.h. die Flugzeuge am Boden zeitweise fluguntauglich machen.

Tester

Bearbeitet von Tester U3L am Samstag, 27.Juni 2009, 14:42 Uhr


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Speedy
Geschrieben am: Donnerstag, 14.Januar 2010, 13:15 Uhr
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Ich habe gemeinsam mit einem Schulfreund 1976 mit dem Segelflug angefangen.Wir haben uns damals bei der GST-betriebsgruppe des VEB NARVA geworben und wurden nach erfolgreich bestandener Sicherheitsüberprüfung und der Flugmedizinischen Untersuchung auch angenommen. Unser Flugplatz befand sich in Friedersdorf bei Königs Wusterhausen.
Bis Mitte 1978 war ich dabei und wurde in der Zeit auf dem Lehrmeister ausgebildet. Daneben hatten wir noch den Bocian, Pirat und Jantar (WIMRE) im Bestand. Mit Beginn meiner Lehre musste ich aufhören, denn ich hätte es zeitlich einfach nicht mehr geschafft, die notwendigen Arbeitsstunden für eine Flugerlaubnis im Folgejahr zu erreichen, woran die Berufsschule schuld war.
Mein Freund blieb dabei, musste aber 1979 aufhören, weil er nicht Berufsoffizier werden wollte. Demnach scheint es diese Regelung bei uns ab 1979 gegeben zu haben. Vorher hatte man als reiner Hobbyflieger lediglich den Nachteil,weniger Starts zu bekommen und halt auf dem alten Lehrmeister anstatt dem Bocian ausgebildet zu werden. Doch das haben wir ohne zu murren in Kauf genommen. Hauptsache, wir durften fliegen. Und das für einen lächerlich geringen Monatsbeitrag!


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GWD 3.5.1984 - 30.10.1985 PR 21 Panzerfunkmechaniker
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wodim
Geschrieben am: Donnerstag, 14.Januar 2010, 13:37 Uhr
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QUOTE (Mücka01 @ Freitag, 26.Juni 2009, 20:17 Uhr)
ist denn nach Bläske/Richter/Kapphahn u.a. der Motorkunstflug in der DDR ganz weg gewesen?
Ich kann mich noch an Flugschauen in Oppin in den 70 ziger Jahren erinnern wo Bläske/Richter u.a. den Spiegelflug vorführten.

Hm, schwierig, heute noch etwas dazu zu finden:

http://www.ffmc.de/Thema/2004/bernhard_z226.html

An Kunstflugvorführungen noch in den 80ern kann ich mich aber erinnern.
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segelflug
Geschrieben am: Dienstag, 18.Mai 2010, 21:22 Uhr
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Soldat
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Hi, war zwar nie in der NVA, aber Segelflug in der DDR habe ich aktiv erlebt.

1986 im Alter von 14 Jahren habe ich in Jena Schöngleina angefangen.

Soweit ich mich noch recht erinnere hat die GST damals an den POS ( Polytechnischen Oberschulen ) Informationsveranstaltungen zum Thema Segelflug abgehalten. Ich war interessiert aber wie ich dann genau dazu gekommen bin weiß ich auch nicht mehr so genau. Ist aber auch egal.

In Schöngleina fing es mit dem so genannten Theorielehrgang 1 an. Der dauerte glaube ich ein oder zwei Wochen ( weiß das nicht mehr so genau ) und endete mit einer Prüfung.
Unterrichtet wurden Aerodynamik, Wetterkunde, Instrumentenkunde, Navigation?, Fallschirmkunde, Technik? und Luftrecht vielleicht auch noch anderes mehr.

Während des Lehrganges waren wir Flugschüler die ganze Zeit auf dem Flugplatz im so genannten „Objekt“ untergebracht. Das „Objekt“ war im Prinzip das Gelände, auf dem sich sämtliches Gerät zum Flugbetrieb und die Unterkünfte sowie Clubraum und sogar ein Swimmingpool ( Feuerlöschteich ) befand. Außerdem wohnte im Objekt noch der Objektwart. Der hatte dort eine eigene Wohnung eingerichtet. Das Objekt war streng gesichert, mit Alarmanlage und Versiegelungen der jeweiligen Zugangsbereiche.

Nach bestandenen Theorielehrgang begann die praktische fliegerische Ausbildung. Dazu musste man aber als fliegendes Personal im Sinne der DDR zugelassen werden. Kurz Kaderzulassung. Kaderzulassung heißt STASI Überprüfung. Ich musste einen Lebenslauf und sämtliche verwandtschaftliche Verhältnisse offenlegen. Außerdem war die mündliche Zusage, zumindest bei den Jungs, auf einen verlängerten Wehrdienst notwendig und wurde auch in den Kaderunterlagen festgehalten. Die Kaderzulassung wurde alle ein oder zwei Jahre wiederholt und sogar im persönlichen Flugbuch dokumentiert.

Die Fliegerei auf dem Flugplatz war sehr straff im militärischem Sinn organisiert. Ausbildung war immer alle zwei Wochen am Wochenende und begann mit einem Antreten zum Flugbeginn und einem Rapport nach dem Flugbetrieb. Wir Flugschüler mussten grüne GST Uniform tragen, die Ausbilder trugen die begehrte Fliegerkombi. Zum morgendlichen Appell wurden die einzelnen Aufgaben verteilt und dann streng von den Ausbildern, Fluglehren, überwacht. Missachtung der Anweisungen wurden mit der so genanten DIÄT gleich Flugverbot für bestimmte Zeit geahndet. Zum Beispiel war es den Flugschülern verboten während des Flugbetriebes sich auf dem Platz zu setzen.

An Flugmaterial hatten wir, soweit ich mich noch erinnere, vier Bocian zwei oder drei Piraten, Blanik,Fokka, Jantar. Wobei zur Ausbildung nur Bocian als zweisitziges und der Pirat als einsitziges Schulungsflugzeug vorgesehen waren.

Ich persönlich habe es in Schöngleina bis zur Übung 12 geschafft, was mehrere Alleinflüge im Bocian bedeutete. Dann kam die Wende.

Den Rest meiner Segelflugkarriere habe ich dann in einem hessischem Fliegersportclub fortgesetzt. Da waren alle gleich !!! Es gab kein scheiß militärisches Gehabe!!!! Jeder hilft jedem.




Fazit,:

Segelflug in der DDR war straff militärisch organisiert und diente der Anwerbung zukünftiger NAV Karrieren. Zumal ich auch das Gefühl habe, dass ziemlich viele Fluglehrer strenge Parteigenossen und STASI Angehörige waren.


Mit freundlichen Grüßen


PS, wer ähnliche Erfahrungen in Schöngleina gemacht hat, bitte per e-mail an mich, vielleicht kennen wir uns ja
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DDA
Geschrieben am: Donnerstag, 16.September 2010, 19:35 Uhr
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Leutnant
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Hmm, als jemand, der 1977 in der GST begonne hat, fliegen zu lernen und der nach den Vorgängen 1989 auch in einem der neu gegründeten Clubs fliegt, sehe ich dies etwas differenzierter.

a) Ja, mein Vorredner hat recht, die Fliegerei war zu DDR- Zeiten straffer organisiert. Angesichts der großen Anzahl der Flugschüler war eine bessere Organisation aber auch notwendig. So funktionierte es dank guter Organisation, daß am Tage mühelos mehr als 100 Segelflugstarts möglich waren, beim Einsatz zweier Seilwinden parallel 16 Starts pro Stunde. So kam auch eine größere Anzahl Flugwilliger in den Genuß der Ausbildung.

cool.gif Ich persönlich fühlte mich zu GST- Zeiten sicherer, die Kontrollen waren besser organisiert, ohne erfolgreiche Werkzeugvollzähligkeitskontrolle erhob sich kein Flieger in die Luft. Techniker sahen früh die Maschinen durch und der Fluglehrer bzw der Lizenzinhaber (S1- Pilot smile.gif )übernahm sie vom Techniker. Die Ausbildung aller Beteiligten am Flugbetrieb war geschlossener, der "gemeine Flugsch´üler" hatte früh im sogenannten Flugspiel nachzuweisen, daß er zumindest theoretisch für seine Übung und Verhalten in besonderen Fällen auf der Höhe war.

c) Die militärische Durchdringung nahm mit Größe der Fliegerschule zu. Zu meinen Lehrgängen in Schönhagen sollte auch mehr geschehen, als es auf unserem Flugplatz gang und gebe war.

d) Die Längerverpflichtung war zumindest für mich keine Frage, schließlich wollte ich auch bei der Armee etwas mit der Fliegerei zu tun haben.

Axel


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ex. Funker JG8 {Marxwalde} 2.JS
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