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> Bereitschaftspolizei
Oberfunker
Geschrieben am: Mittwoch, 14.April 2004, 16:21 Uhr
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Hallo zusammen,

vieleicht ist es auch möglich die Bereitschaftspolizei mit in diesem Forum mit aufzunehmen.
Schließlich war sie ja auch ähnlich wie die NVA bloß kleiner aufgebaut. Sie hatte ebenfalls verschiedene Waffengattungen. Genauso war hier der Grundwehrdienst möglich.
Mann sollte mal darüber nachdenken.

MfG
Oberfunker
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MatNag
Geschrieben am: Mittwoch, 14.April 2004, 21:03 Uhr
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Oberfeldwebel
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In Magdeburg-Prester war die Kaserne der "Knüppelgarde".
Jetzt sitzt dort die Landesbereitschaftspolizei.
Wie man sieht "Somethings never Change!!"


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kuno
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 07:11 Uhr
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Leutnant
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Hi MatNag,

ich hatte ein paar gute Kumpels bei der Bereitschaftspolizei.
Warum nennst Du diese Jungs "Knüppelgarde"?

Das waren genauso anderthalbjährige wie die meisten Landser mit guter infanteristscher Ausbildung. Außer vielleicht mal bei Fußballspielen kann ich mich nicht erinnern, daß diese Männer zum Knüppeln eingeladen wurden. Ganz im Gegenteil. Meist wurden zur Bereitschaftspolizei Männer eingezogen, die nicht mehr ganz so jung waren, wie der normale Landser der NVA. Dort nahm man gerne Familienväter und anderweitig gestandene Männer, weil diese eben abgeklärter waren und schon als erwachsene Männer im Zivilleben ihren Mann standen. Man ging davon aus, daß diese Männer besser und gelassener in der Öffentlichkeit bei Katastrophen oder anderen Maßnahmen ihre Aufgabe erfüllen als eben 18 / 19 jährige "Bengels".

Gruß Jörg


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NVA; BO; springende Infanterie; 1974 - 1990


Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus, ins Unmögliche, wagt.
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Uwe 1
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 08:03 Uhr
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Oberfeldwebel
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Eine geläuterte Darstellung wink.gif , es mög ja sein, dass diverse Großveranstaltungen eine Katastrophe waren, bei uns jedenfalls hießen diese TT auch Knüppelgarde und hatten für mein Verständnis auch jenes Gerät als Hauptwaffe. Ich habe einen Zug der Bereitschaftspolizei Dresden als jugendlicher Heranwachsender einmal im Einsatz nach einem Fußballspiel gesehen und es war wie "Knüppel aus dem Sack" biggrin.gif Gegner waren damals, glaub ich zumindest??? die inoffiziellen "Domspatzen" Farbe der Schals blau-weiß...

Uwe


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dimaggi
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 08:19 Uhr
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"Knüppelgarde" ist eine Pauschalisierung und m.E. eine Beschimpfung der jungen Wehrpflichtigen. Bei Einsätzen hatten sie auch oftmals gar keinen Schlagstock bei, sondern standen nur Kordon oder mittels "Räumkette" wurden Plätze geräumt. Nicht zu vergessen ist die eigentliche Hauptaufgabe bei Großfahndungen und Suchen nach vermißten Personen. Es war stets so, daß bei Störungen die Störer aufgefordert wurden, den betreffenden Platz zu verlassen. Als Antwort kamen dann meist Flaschen oder Steine, es war also nie so, daß gleich der Schlagstock, wenn am Mann, zum Einsatz kam. Es war dann beim Einsatz des Schlagstocks auch Vorschrift, daß der nur auf die Extremitäten angewwendet werden durfte.Nicht zu vergessen ist auch die beschissene Rolle, die diese jungen Menschen in den Ereignissen des Herbstes 1989 spielen mußten: Selbst noch politisch heranreifend wurden sie plötzlich in diese Einsätze geschickt.
Man darf auch nicht vergessen, daß diese Jungen sich nicht freiwillig zu dieser "Knüppelgarde gemeldet hatten - sie wurden eingezogen. Ebenso hätten sie als Mot-schütze nach Eggesin kommen können.

dieter
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Wolf
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 12:48 Uhr
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Hauptmann
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Kann mich im Wesentlichen dimaggi anschließen.

Waren alles Wehrersatzdienstleistende mit dem Aufdruck WED im Wehrdienstausweis und hatten in den meisten Fällen keinerlei Einfluß drauf ob man sie nun für Eggesin oder Bernau gut befand.

Wenn man sich mal anschaut wie Bereitschaftspolizisten so um 1969 rum ausgestattet waren, und dann sieht wie ausgerüstet die BGS-Angehörigen heute zu friedlichen Grünendemo's ausrücken, dann fällt einem da schon ein Unterschied auf. 1969 waren es grüne Dienstuniformen, in der Regel sogar ohne Waffen, und heute sehen die Beamten aus wie "Robocops". Wichtigster Grund dafür ist m.E. die zugenommenen Gewaltbereitschaft auf der anderen Seite der "Barrikade".

Wolf


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Uwe 1
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 12:57 Uhr
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Oberfeldwebel
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@dimaggi und Wolf,

um das klar zustellen. Ich persönlich halte "Knüppelgarde" für kein Schimpfwort. In meiner aktiven Fan-Zeit war dieser Begriff einzig mit einem gewissen Maß an Respekt verbunden, der in erster Linie darin bestand, mit diesen "Jungs" nichts zutun haben zuwollen. Eine entsprechende Verachtung traf lediglich und das gebe ich hier auch ehrlich zu, die Leute mit den gleichen Uniformen jedoch mit weißen Mützen. Aber auch das würde ich dem jugendlichen Leichtsinn und dem, einem Motorrad innewohnenden Konfliktpotential zu rechnen ph34r.gif

Uwe


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kowi
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 13:14 Uhr
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Oberfähnrich
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"Knüppelgarde" (ähnlich auch wie die Bezeichnung "Mucker") das war der landläufige Begriff für die Bereitschaftspolizei in der DDR, denn die dort waren haben diese Bezeichnung ja auch selbst umgangssprachlich verwendet.
@Dimaggi
Mit Beschimpfung der Wehrpflichtigen hat das nichts zu tun.

Nur scheinen viele Offiziere und Getreue der DDR nicht zu wissen wie das einfache Volk gesprochen hat, wie sich hier mal wieder herausstellt.
Sonst würde hier nicht solche Verwunderung aufkommen.
@Wolf
Es gibt heute auch noch Bereitschaftspolizei neben dem BGS.


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virago
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 13:24 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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@all

Ich halte die Aufregung auch für ein bisschen übertrieben. Jede Waffengattung hatte so ihren Spitznamen (GT z.B. "Kiefernkacker") und auch in "Knüppelgarde" (ein Begriff der auch mir zu DDR-Zeiten durchaus geläufig war) sehe ich keine Diskriminierung.
Diskriminierend und Beschimpfungen waren andere Begriffe wie z.B. "Grüne SS" für uns Grenzer.

Zum Thema: Ja warum nicht auch ein Bereich über die Bereitschaftspolizei. Ich wäre dafür

virago

Bearbeitet von virago am Donnerstag, 15.April 2004, 13:25 Uhr


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edelhof
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 13:41 Uhr
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In Berlin hies das dann "Kantenlatscher".
Wir hatten in der Stadtmitte keine Kiefern oder Fichten!!!
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Wolf
Geschrieben am: Donnerstag, 15.April 2004, 14:45 Uhr
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Hauptmann
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Klar waren schließlich genauso bewaffnete Organe wie viele andere auch


Wolf


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MatNag
Geschrieben am: Freitag, 16.April 2004, 11:01 Uhr
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Oberfeldwebel
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Ich habe nur ein einziges mal was von einer "Knüppelaktion" dieser Herren auf dem Domplatz von Magdeburg gehört.
Ich war damals schon als Lehrling in einem Freiwilligen-Sanitätszug des DRK.
Soweit ich mich erinnern kann, durften die älteren unter uns auf dem Domplatz die Überreste von dem einsammeln, was diese Herren nach der abendlichen Montags-Großdemo übrigließen....und es soll genug gewesen sein.
Bei der Aktion war ich nicht dabei. Ich hörte nur einen Tag später von den älteren beim Mittagessen in der Kantine, was vorgefallen sein soll.
Ob das, was die so erzählten so auch stimmte kann und will ich nicht einschätzen. blink.gif huh.gif unsure.gif


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dimaggi
Geschrieben am: Freitag, 16.April 2004, 11:29 Uhr
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Definitiv gab es in Magdeburg nie eine Knüppelaktion dieser Art. Das ist nur Gerücht. Wenn dem so gewesen sei, hätte es zumindestens 1x in der Boulevardpresse gestanden und "Opfer" hätten geklagt.

dieter
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Oberfunker
Geschrieben am: Freitag, 16.April 2004, 13:16 Uhr
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In der Bereitschaftspolizei gab es auch verschiedene Waffengattungen.
So gabe es unter anderem die Kompanie Aufklärer, Kompanie Flak und Granatwerfer, Pioniere, Nachrichtenzug und Motschützen.
Die Genossen der Mot-Kompanie sowie die Reservisten wurden in der Braunkohle bzw. in der örtlichen Industrie eingesetzt.
Desweiteren gab es die Feldlager in Belzig die fast jedes Jahr stattfanden.

Oberfunker
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DDA
Geschrieben am: Freitag, 16.April 2004, 13:19 Uhr
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Leutnant
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Was umfaßte eigentlich die Ausbildung der Bereitschaftspolizei? War es "so eine Art" Mot-Schützen-Ausbildung mit einigen Spezialisierungen oder eine komplett eigenständige Ausbildung?

Axel


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