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> Sonden an NVA Objekten, Aufklärung?
Volker
Geschrieben am: Freitag, 04.April 2003, 10:00 Uhr
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Hallo,
In "Die Sicherheit" Band II wird auf Seite 381 über amerikanische automatische Aufklärungssysteme u.a. an NVA Ojekten berichtet. So zum Beispiel 1989 an einem Munilager der LSK/LV bei Schneeberg und Januar 1990 bei Elberbrunn (hier soll Reservetechnik einer Panzerdivision eingelagert gewesen sein). Weiß vielleicht jemand etwas genaueres, oder war gar dabei?
Volker
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Veith
Geschrieben am: Freitag, 04.April 2003, 12:09 Uhr
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Hauptmann
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Ich weiß leider nichts darüber, mir fällt dazu aber ein Film ein:

»Und dann gab es mal einen Fernsehfilm mit einem NATO-"Störsender", der in der Nähe eines Flugplatzes vergraben, im E-Fall die Kommunikation des Platzes lamlegen sollte. Nun ist der durch ein Defekt losgegangen und ein Jagdflieger wäre beinah abgestützt .... mehr fällt mir nicht mehr so ein.«

Vielleicht jener ominöse „Anflug Alpha 1“ (1971) ?

Vgl: NVA-Filme


--------------------
# NVA # Berufsoffizier # LSK/LV # 1981 - 1990 #
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Sven
Geschrieben am: Freitag, 04.April 2003, 13:21 Uhr
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Hallo,

in diesen Bereich spielten viele Faktoren eine Rolle. Wenn Du richtig gelesen hast, gab es eine HA III – Funkaufklärung - , eine HA II – Spionageabwehr und die HA I, die sich speziell mit der NVA und der GT beschäftigte. Weiter gab es sicher auch den einen oder anderen Hinweis von der „Unsichtbaren Front“. Oben genannte Aufzählung der beschäftigten Diensteinheiten kann jedoch nicht komplett sein, so gab es ebenfalls die HVA, aber – Günter hatte es bereits genannt – einen kleinen, aber sehr Erfolgreichen Nachrichtendienst der NVA, der nichts mit dem MfS zu schaffen hatte. Die einen oder anderen werden die letzten Chefs, Franke, Gregori und Krause noch kennen.
Da es mit Innenquellen im Bereich der NVA immer sehr schlecht aussah, nutzen die Dienste West technische Möglichkeiten.
Aber, wie dem Buch entnehmen kannst wurden in den Jahren auch einige tausend Spione gefangen, ca. 80 % im Auftrag der BR.
Wenn Du konkretes zu den Sonden wissen möchtest, stell die Frage genauer, ich werde versuchen, Dir eine Antwort zu liefern, jedoch kann dies einige Tage dauern.

Gruß, Sven
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Volker
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 07:52 Uhr
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Hallo Sven,
weiß ich zum großen Teil (ich war bei der III) und kenne vor allem die technischen Möglichkeiten dieser Sonden. 1989 hatte ich ein solches Teil in der Hand. Im November 1989 (Zeitungsveröffentlichungen am 25.11.89) wurde auch kurz darüber berichtet. Vermute über das bei FFO gefundene Gerät. Später hat sich "Lagebedingt" kein Schwein mehr dafür interessiert und auch DDR Medien kein Interesse etwas was vom MfS übers MfS kam zu bringen. Daher meine Anfrage, könnte ja sei das im erlauchten Kreis dieses Forums der eine oder andere bei ausbuddeln dabei war.
Volker
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Pio1
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 12:49 Uhr
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Die "Volksarmee" hat in ihrer Ausgabe 6/90 eine ganze Seite
zu dem Vorfall gebracht. War übrigens auch eine der letzten
Ausgaben, dann kam ja "trend" ....
Beschrieben wurde die "kriminaltechnische Untersuchung"
am Fundort (in der Nähe eines "Komplexlagers der LaSK
bei Irfersgrün/Zwickau"), Gesendet hatte das Teil seit dem
06. Oktober 1989, einmal die Woche, für Experten: auf
Frequenz 306,446, ausgestattet mit in den USA hergestellten
Batterien.
Erwähnt wurde ein ähnlicher Sender, der am 22. Oktober
1989 im Raum Frankfurt/Oder in der Nähe einer sowjetischen
Kaserne geortet wurde.
Bei Interesse kann ich auch noch die Fotos aus der VA bringen.
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Jens ( B.E.K. Nord )
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 16:12 Uhr
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Hallo Leute,

ein entfernter Verwandter war bis Mitte der 80er Jahre ein hohes Tier beim
MfS ( glaube Abwehr / Spionageabwehr ).Er erzählte, daß er in den 80er Jahren mal so ein Gerät lokalisiert und ausgegraben hat.Es war ungefähr 5 bis 10 Meter von einer stark befahrenen Gleisstrecke vergraben, war ungefähr groß wie ein normaler Schuhkarton und so glaube ich grau oder grün., hatte obendrauf eine oder mehrere Antennen sowie Meßfühler an Kabeln, die im Schotterbett des Gleises untergebracht waren.Angeblich waren das Sensoren für Druckmessung ( ein darüberfahrender Zug mit Armeetechnik, der mit z.B. Panzern beladen war erzeugte pro Achse des Waggons soundsoviel Tonnen Druck ) sowie für Radioaktivitätsmessung ( evtl. um Kernsprengköpfe zu lokalisieren ).So wie vorher auch schon beschrieben meldete das Gerät seine Daten einmal pro Woche an US-Satelliten.Mein Verwandter bekam damals für das Aufspüren sogar noch eine hohe Auszeichnung.
Mehr weiß ich von damals leider auch nicht zu berichten.Wäre ja mal gespannt, ob wer Fotos besorgen kann !

Gruß Jens ( B.E.K. Nord )
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Pio1
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 16:24 Uhr
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So, hier die Fotos aus der "Volksarmee" 6/90!

Benutzer eigenes Bild

Mit dem gesamten Artikel muß ich mal sehen, der
ging damals über fast 1 1/2 Seiten ....
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Pio1
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 16:29 Uhr
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Und noch der wichtigste Teil des Artikels.
Der auch ansonsten bemerkenswert ist, weil es
so ziemlich der letzte "Kalte Krieg"-Artikel in der
"Volksarmee" war.
Danach regierten nur noch Schlagzeilen wie:
"Wir alle müssen total umdenken ...",
"Muß MKE sein?" und
"Wozu brauchen wir Militärorchester?"


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Volker
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 17:25 Uhr
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Natürlich brauchen wir Militärorchester - Panzer zu Orchestern, das wäre es doch.
Nochmals zum Beitrag von Jens. In dem ausgangs beschriebenem Beitrag im Buch "Die Sicherheit wird ja auch von einem Mitarbeiter der Militärabwehr (HA I) auf ein in der zweiten Hälfte der 80-er Jahre im Raum Leipzig gefundenes Gerät verwiesen. Vielleicht war es das von deinem Verwandten mit ausgegrabene Teil.
Volker
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Sven
Geschrieben am: Samstag, 05.April 2003, 17:43 Uhr
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Hallo Pio 1,

zum Kalten Krieg, den gab es aber auf beiden Seiten. Hier ein kleiner Auszug.

Der Viersterne – General der BuWe Günter Kießling hat in seinem 1993 erschienen Buch

„ Versäumter Widerspruch“

zu dieser Problematik auf Seite 176 folgenden Standpunkt dargelegt:

Ich zitiere:

„ So kam es dann, daß sie mich gleich mit der schwerstwiegenden Frage der BW – Gründerzeit aufspießten.

- Schießen Sie auch auf die Deutschen von drüben ? –

Ich parrierte:

Wenn es zum Kriege kommen sollte, müssen und werden wir auf jeden schießen, der uns angreift. Dann stehen uns zwangsläufig Amerikaner und Briten auf unserer Seite näher, als die angreifenden Deutschen“.

Ende des Zitats.


Gruß, Sven



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andhen
Geschrieben am: Freitag, 23.Mai 2003, 21:26 Uhr
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Stabsfeldwebel
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hallo leute,

völliger blödsinn, dass die nva auf die bw geschossen hätte. warum hätte man ausgerechnet die leute töten sollen, denen man als kriegsgefangene die anweisungen auf deutsch geben konnte Benutzer eigenes Bild .
im ernst: das problem ist auf beiden seiten erkannt worden. die bekannt gewordenen planungen zeigen, dass beiderseits ein vorhersehbares aufeinandertreffen deutscher verbände vermieden werden sollte. nva stand us-truppen gegenüber, die bw hätte mit dem "iwan" vorlieb nehmen müssen - kannte man ja teilweise noch von früher.

nun zum eigentlichen thema:

militärfahrzeuge, insbesondere panzer, sind theoretisch anhand der verursachten erschütterungen identifizierbar. kannte man die geschwindigkeit konnte man zumindest die kettenglieder zählen.
ob die hier besprochenen geräte so gearbeitet haben kann ich nicht sagen.
es liegt noch eine andere erklärung nahe: in einer doku über den vietnamkrieg wurde gezeigt wie die amis versucht haben mittels abgeworfener sonden die position nordvietnamesischer kolonnen aufzuklären um diese dann mit den ac-130 "gunships" zu vernichten. (praktisch hatten sie nordvietnamesen damit eine kostenlose versorgung mit amerikanischen batterien). die hier gefundenen geräte könnten auch für ähnliche zwecke im ernstfall "geschlafen" haben.

gruß andreas


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NVA - 88-89 - Neunmonatskind - Gefr. i.f.H. - Gedient im MSR 18 - einem Regiment, dass nach einem meuternden Piraten (Otto Schlag) benannt war,
in einer Kaserne die den Namen eines Anführers von räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern (Thomas Müntzer) trug und stolz auf beides!
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Volker
Geschrieben am: Samstag, 24.Mai 2003, 10:00 Uhr
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Hallo Andhen,
so wie du sagst wird es schon sein. Ich denke mal das verschiedene Erschütterungsparameter meßbar sind. Die Abfolge - z.B. bei Kettengliedern aber auch bestimmt durch den Achsabstand. Der Einfluß auf einen Magnetsensor und andere. Und natürlich Resultate durch Analyse des Verhältnisses mehrerer gemessener Komponenten. Tatsache ist, das mit solchen Teilen fast alles bestimmt werden konnte was mit Fahrzeugbewegungen an der Auslegestelle zu tun hatte. Und weitere Erkenntnisse sind sicherlich aus der Zeitanalyse über Monate und Jahre bestimmbar.

4. November 2003

Ganz einfach um das Thema wieder einmal nach oben zu spülen! Gibt es denn inzwischen neue Mitglieder die vielleicht sogar dabei waren als die Sonden bei Schneeberg und bei Irfersgrün ausgegraben wurden. Ist ja durchaus denkbar!
Wenn ich mich recht entsinne gab es sogar ein offizielles Material über die Arbeit des MfS in welchem das erwähnt wurde. Ich glaube es war ein "Was und Wie?"

Volker

Bearbeitet von Volker am Donnerstag, 25.August 2005, 14:59 Uhr
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ulrich
Geschrieben am: Dienstag, 30.Dezember 2003, 12:48 Uhr
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Nö,solches Gerümpel habe ich in Irfersgrün nie gesehen...zumal meistens keine Zeit dazu da war,um sich das anzuglotzen.... laugh.gif laugh.gif
Der Schrott war eh nutzlos, wenn der registriert hat, daß wir rausgefahren sind, war bei der NATO sowieso niemand mehr in der Kaserne ,sondern bei Mutti zuhause!!!!!! sad.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif laugh.gif
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Robert-GKS
Geschrieben am: Dienstag, 30.Dezember 2003, 15:45 Uhr
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QUOTE (Volker @ 5. April 2003, 15:02)
Aber nur her mit den Fotos aus der VA, der komplette Beitrag würde mich auch interessieren.

ja , mich würde es auch interessieren ......

( mehr als die lapidare Info - da war mal sowas ... ist mir nicht in Erinnerung geblieben )
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Volker
Geschrieben am: Donnerstag, 25.August 2005, 14:56 Uhr
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Nochmals zu den Sonden mal aus einem weiterem Gesichtspunkt. Wie an anderer Stelle schon festgestellt, hatten die NATO Staaten nicht gerade Überfluss an menschlichen Quellen. Sie setzten daher sehr stark auf technische Mittel um an Informationen über den möglichen Kriegsgegner WV - in der Hauptsache UdSSR heranzukommen. Die NSA dürfte der weltweit größte Aufklärungsdienst auf SIGINT Basis sein.

Die hier geschilderten Sonden gehörten mit zur Aufklärungsbasis um authentischen Informationen über die militärische Lage und besonderen Veränderungen dieser zu erlangen. Allein auf dem Territorium der DDR existierten mehrere dieser Systeme. Diese Geräte waren u.a. auch dazu geeignet den Transport von Kernwaffen zu erkennen da sie über Kernstrahlungssensoren verfügten.

Volker
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