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> Pilotenbekleidung
Jojo
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 11:36 Uhr
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Ich bräuchte bitte ein paar Hinweise zur Bekleidung der Piloten.

Welche Anzüge wurden wann getragen. Was darunter ?

Wozu diente die seidene Unterbekleidung ?

Ich mußte erstmal lachen als wir am Wochenende den Piloten ankleideten und
ich diese Seidenhöschen sah. Gehört die wirklich dazu ?

Wir wollen unsere Puppen natürlich so originalgetreu wie möglich anziehen.

Da fällt mir noch was ein. Wurden auf den Anzügen keine Hoheits- bzw. Rangabzeichen getragen ?
( Länderkennung )

Bearbeitet von Jojo am Montag, 28.Juli 2003, 11:38 Uhr
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DDA
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 11:47 Uhr
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Leutnant
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Also, Jojo,
auf der seidenen Unterwäsche gab es keine Rangabzeichen Benutzer eigenes Bild Benutzer eigenes Bild
Ansonsten waren auf der blauen Fliegerkombi schon Rangabzeichen vorhanden, als Beispiel möge Bodels Avatar dienen. Der Winteranzug mit Webpelzkragen wurde bei Winterbefehl getragen, ansonsten die Kombi in Sommerausführung. Gleiches gilt für die Fliegerstiefel.
Eigentlich sollte ich Bodel ja nicht vorgreifen, aber ich möchte auch noch eine Frage anschließen. Gab es eine Vorschrift, was sich in welcher Tasche der Fliegerkombi zu befindet hatte (außer der Pistole, deren Platz war ja durch die Anbindeschur festgelegt.)?

Axel

Bearbeitet von DDA am Montag, 28.Juli 2003, 11:47 Uhr


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ex. Funker JG8 {Marxwalde} 2.JS
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brigadier
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 11:53 Uhr
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Hallo!

Zu der seidenen Unterwäsche: Im zweiten Weltkrieg sollen die russischen Soldaten auch schon seidene Unterwäsche getragen haben Benutzer eigenes Bild ! Der Vorteil soll wohl gewesen sein, dass sich da keine Läuse einquartierten Benutzer eigenes Bild ! Ich vermute dass die NVA das von der Armee der SU übernommen hat.

Gruß
Michi
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Jojo
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 11:57 Uhr
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Nun, ich muß sagen, das ich von der Pilotenbekleidung absolut null Ahnung habe.
Ich denke wir haben drei Varianten.

- die zweiteilige Kombi
- den Druckanzug
- und noch was, was ich überhaupt nicht kenne.
( einteiliger Anzug/ Overall mit zwei Beintaschen und Reißverschluss auf der rechten Schulter)

Die Frage was in den Taschen mitgeführt wurde ist auch interessant.

War die Pistole bei jedem Flug dabei ?
Bei dem einen Anzug befindet sich die Pistolentasche hinten rechts.
Stört sie da nicht beim sitzen ?

PS: Die Seidenwäsche sollte meines Wissens dazu da sein, das sich der Anzug gut anlegt.
Läuse glaube ich nicht. Die Mucker hatten ja auch keine.

Bearbeitet von Jojo am Montag, 28.Juli 2003, 12:07 Uhr
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Bodel
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 17:49 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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@ Jojo

... Du hast ja kaum Fragen! Benutzer eigenes Bild

Also mal der Reihe nach.

1. Pistole bei jedem Flug! (bis irgendwann 1990)

2. In den Taschen war jede Menge, z.B. in einer der unteren Beintaschen das "Spritzenpäckchen (spielte hier im Forum schon mal eine Rolle), ein Ersatz-Kehlkopfmikrophon, bei Flügen über See zwei "Rotfeuer" (in der anderen Beintasche) in der rechten oberen Beintasche (beim Flug auf einer MiG-21MF[75] der Akku der Notfunke bzw. die Codekarte (da VS, am Mann zu tragen) in der linken Beintasche das Knieplanchett. In der Jacke linke Tasche - hinterer Teil - die Zimmerflak und in der rechten Tasche die Geldbörse und der große Radiergummi (zum abradieren, der Code aus dem Knieplanchett nach dem Flugdienst). Dann waren da noch Schlüsselbund und Taschentuch (Kondome waren nicht gefordert! Benutzer eigenes Bild ) und natürlich in der Innentasche der WDA und bis 1982 die FF-Lizenz.

3. Der Anzug den Du meinst ist mit hoher Warscheinlichkeit ein Ventilationsanzug. Sollte bei hohen Temperaturen helfen, hat aber oft zu bösen Erkältungen geführt, da die Kaltluft, welche über eine Venturidüse von außen kam, genau in die Nierengegend geleitet wurde.

4. Außerdem gab es noch die Druckhose, welche aber unter der Kombi getragen wurde und deshalb nur zu sehen war, dass links aus der Hose ein Schlauch heraus hing.

5. Auch ja die Seidenunterwäche. Anfänglich ein verwaschenes grün später dunkelblau, sollte flammhemmend sein. Hab`s zum Glück nie ausprobieren müssen.

Bodel

Bearbeitet von Bodel am Montag, 28.Juli 2003, 17:50 Uhr


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Der Vorteil der Klugheit ist, dass sie sich auch mal dumm stellen kann. Aber Achtung, die Umkehrung funktioniert nicht!
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Bodel
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 17:59 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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@ Jojo

Da waren ja weiter vorn noch mehr Fragen.

Also,

6. Dienstgradabzeichen wurden nur auf der Jacke getragen (nicht wie bei den "Schwarzen", die auch noch auf der Latzhose eines hatten).

7. Nationalität war nicht erkennbar (da musste man fragen! Benutzer eigenes Bild ).

8. Bevor es Anfang der 80er Jahre die "schicken" blauen Fligerkombis gab, durften wir noch als "Ossen" die grünen Knochensäcke tragen. Diese hatten den "Vorteil", dass die Hosen mit den gleichen Hosenträgern wie die FDA-Hosen gehalten wurde, was bedeutete, dass der Knopf (mit Schlüsselring) hinten genau auf die Wirbelsäule drückte, was sich bei Lastvielfachen noch verstärkte.

9. Ob die Pistolentasche am Ventilationsanzug störte, kann ich Dir nicht sagen, bin nämlich aus o.a. Gründen nie mit dem Teil geflogen.

Bodel


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Jojo
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 17:59 Uhr
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QUOTE (Bodel @ 28. Juli 2003, 17:49)
3. Der Anzug den Du meinst ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ventilationsanzug. Sollte bei hohen Temperaturen helfen, hat aber oft zu bösen Erkältungen geführt, da die Kaltluft, welche über eine Venturidüse von außen kam, genau in die Nierengegend geleitet wurde.


Genau Bodel, so heißt der. Danke.

Ist das "schlümm" wenn ich viele Fragen habe ? Das soll ja auch alles genau werden.
Sicher schaut niemand in die Taschen, aber es soll alles möglichst originalgetreu sein.

Nun gut ich bremse mich mit meinen Fragen.
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Bodel
Geschrieben am: Montag, 28.Juli 2003, 18:32 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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@ Jojo

QUOTE

Ist das "schlümm" wenn ich viele Fragen habe ?


Nein, absolut nicht! Nur wenn die Fragen so geballt aufkommen, weiss man gar nicht wo anfangen?

Also frage gern weiter!

Bodel


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Hirsch
Geschrieben am: Freitag, 01.August 2003, 15:00 Uhr
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Flieger, vergesst auch das grüne Winterzeug nicht! Ich weiß nicht, ob man es jemals tatsächlich tragen mußte. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass die angestaute Hitze ausreichte, ohne weitere Kombi bis nach Sibirien latschen zu können. Nochmal im Klartext: es gab für den Winter noch eine grüne Unterwäsche, die im Gegensatz zur normalen Armee-UW erheblich besser saß und angenehmer und wärmer war. Aber meistens war man mit der Seidenunterwäsche zufrieden... Im Hubschrauber war's ja auch immer schön warm, der KO-50 hats uns besorgt.


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Bodel
Geschrieben am: Freitag, 01.August 2003, 16:12 Uhr
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@ Hirsch

... wenn Du mal bei Minus 30 Grad und strammen Ostwind mit dem Fahrrad früh morgens kurz nach DHS-Schluß hättest nach Hause radeln müssen, würdest Du die grüne Unterwäsche (Winter) in ständig gute Erinnerung haben! So geschehen in Preschen Winter 1986 oder 87!

Bodel


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Monsum
Geschrieben am: Freitag, 01.August 2003, 16:49 Uhr
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Uber die Ventilationsanzug.
Da kam doch kein (kalt)luft von aussen..............?
Die luft wurde wegen der form der venturiduse nach aussen "abgeleitet".
die warme luft vom korper hatte es eilig das flugzeug zu verlassen und der Zug machte das bequeme ? erfinden.
Irgendwo hier ins forum habe ich mal abschnitte aus dem DV der mig-21 gepostet, wo uber diese ablauf geschrieben wird.
Hatsjoe !
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Funker
Geschrieben am: Samstag, 02.August 2003, 15:26 Uhr
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QUOTE (Bodel @ 28. Juli 2003, 17:49)
2. In den Taschen war jede Menge, z.B. in einer der unteren Beintaschen das "Spritzenpäckchen (spielte hier im Forum schon mal eine Rolle), ein Ersatz-Kehlkopfmikrophon, bei Flügen über See zwei "Rotfeuer" (in der anderen Beintasche) ...............

@Bodel

Die Rotfeuer wurden doch bei jedem Flug eingesteckt. (?)

Also bei den Transportfliegern wurden diese jedesmal ausgegeben, auch wenn es nur über die Sächsische Schweiz und über die Tschechei ging.

Klar, man konnte ja zufällig die Elbe treffen.... Benutzer eigenes Bild

Bearbeitet von Funker am Samstag, 02.August 2003, 15:28 Uhr
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Hirsch
  Geschrieben am: Samstag, 02.August 2003, 15:51 Uhr
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@Bodel

Hätt' ich sicher auch gemacht. Aber als OS hatte ich kein Zuhause... und dann kam halt die Wende, so dass ich DHS gar nicht mehr erlebt habe. Natürlich gab es trotzdem Gelegenheiten, die UW aufzutragen: so geschehen z.B. bei den endlosen Ex-Übungen kurz vor dem und am 1.März, als man 3h auf der "Platte" exerzieren mußte, da sich ein Genosse Generalmajor die Ehre gab. Aber später hat sie auch mal meine Frau angehabt (natürlich gewaschen!), als wir irgendeine Winterwanderung veranstalteten. Und Frauen ist ja notorisch kalt.
Ich gebe zu, dass ich etwas übertrieben habe mit "nie"...


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Hirsch
Geschrieben am: Samstag, 02.August 2003, 15:53 Uhr
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In Brandenburg hatten wir auch bei jedem Flug die Rotfeuer dabei. Vielleicht hatte man uns HSF-OS noch nicht so viel zugetraut. Aber während meiner Jahre ist keiner ins Wasser gefallen...


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Bodel
Geschrieben am: Dienstag, 05.August 2003, 18:02 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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Die luft wurde wegen der form der venturiduse nach aussen "abgeleitet".


@ monsum

... Du hast natürlich recht! Venturi kann besser saugen als pressen!

Asche über mich!

Bodel


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