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> 13.August 1961, Grenzsicherung
Klaus  
Geschrieben am: Sonntag, 13.August 2017, 20:26 Uhr
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Stabsfeldwebel
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typisch, wie war das nochmal mit dem Stöckchen ...biggrin.gif
wir sind hier beim Thema " Grenzsicherung " ==> Klappe zu - Affe tot


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Wachregiment Nr.2
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Gesamtdeutscher Kamerad
Geschrieben am: Sonntag, 13.August 2017, 21:48 Uhr
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Stabsfeldwebel
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Wenn wir schon Mauerliedgut austauschen, gibt es natürlich noch den Klassiker:

"Wir Grenzsoldaten halten Wacht,
Sind nicht zu überlisten!
An uns'ren Grenzen bricht die Macht
Der Imperialisten!

Es hat sich schon so mancher hiiier
Deeen Schääädel eingerannt,
In unser Haus geht's durch die Tür
Und nicht durch die Wand!"

( https://youtu.be/s6o-P4-n6QI?t=18m54s )

Das Lied klingt so gar nicht nach dem Erich-Weinert-Ensemble - irgendwie, sagen wir, etwas amateurhaft. Als ob ein Singeklub der GT einen Wettbewerb gewonnen hätte, im Film für "Dreißig Jahre Grenztruppen" auftreten zu dürfen.

Was mich darauf bringt - wann tauchte eigentlich das erste Pro-Mauer-Lied auf? Gab es da schon für den 13. August quasi vorgefertigtes Liedgut, oder kam das erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand?

(Sorry wg. der Sache mit den Kinderheimen; ich wollte da nur eine mögliche Perspektive schildern und keine Diskussion auslösen...)


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GWD BW 2005, momentan ziviler Militärhistoriker.

"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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hadischa
Geschrieben am: Sonntag, 13.August 2017, 21:49 Uhr
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Major
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Der Einzige der damals gesichert hat war Old Techniker.
Techniker hatte einen T 34 unterm Hintern.
Gibt es hier noch welche?


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Soldat gewesen, jetzt Rentner, andere sagen Pensionär
Sympathisch oder nicht, was andere von mir denken, geht mir schon seit langem ein ganzes Stück weit am Allerwertesten vorbei. Auf Sympathiewerte bin ich nicht mehr angewiesen und diese Erkenntnis hat meine Lebensqualität enorm angehoben.
Wie sagte K. Adenauer
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich."
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Techniker
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 10:14 Uhr
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Oberleutnant
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Ob es noch weitere gäbe, die unmittelbar in Berlin dabei waren, wäre. zumindest für mich, schon interessant.
Genau so aus historischer Sicht interessant wäre die Frage, warum man gerade das PR-8 ausgesucht hat, es gab ja bereits Pz.-Regimenter, ausgerüstet mit T-54, der ja wesentlich besser geeignet war, die alten Schweden in Furcht und Schrecken zu versetzen.


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Von 60-61 PR-8 (Ladehugo und Pz-Fhr.);61-65 Offz.-Sch.; 65 IK-MSR-1, danach bis 71 Kp.-TA im AB-1; 71-90 OHS der LaSK. / Soldat, Gefreiter, Uffz. Offz.-Sch., Ltn-OSL.
www.kaserne-loebau.de Ist doch egal! Das bleibt jetzt so!
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AlterSchwede_2.0
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 10:37 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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“The same procedure as last year, Miss Sophie?”

The same procedure as every year, James.”
rolleyes.gif


QUOTE (AlterSchwede_2.0 @ Montag, 13.August 2012, 14:54 Uhr)
QUOTE (Techniker @ Montag, 13.August 2012, 11:41 Uhr)
Heute jährt sich wieder einmal der Tag, an dem die Grenze zu Westberlin geschlossen wurde. Ich war damals Panzerfahrer und war zweimal mit meinem T-34 beim Einsatz direkt an der Grenze dabei.

alle jahre wieder...
der techniker kommt mit seiner panzerfahrt... ich komme mit der story mit den gepackten koffern meiner mutter. wink.gif
eigenzitat aus 2006:

QUOTE (AlterSchwede @ Montag, 14.August 2006, 13:37 Uhr)
meine mutter hat mir kürzlich erstmalig erzählt, dass sie am 13.8.61 mit mir auf "kriegsfertig" gepackten koffern saß.
mein elternhaus (geburtshaus) lag/liegt direkt an der elbe, dort wo die elbe die natürliche grenze zwischen ost- und westdeutschland bildete.
mein vater war zu der zeit bei der bundeswehr und konnte somit vor ort nichts beitragen.
meine mutter, bzw die dorfgemeinschaft warteten ernsthaft auf eine evakurierung... weil sie mit einer aggressiven aktion "des russen" rechneten.

vielleicht ist ja darin meine in vielerlei skeptische sichtweise gegenüber solchen künstlichen grenzbarrieren und deren regime entstanden.

tiefenpsychologisch betrachtet, könnte ich ja fast dann hier im forum um mildernde umstände bitten...

cool.gif


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ich diente dem frieden...
ein teil meiner beiträge oder antworten könnte anwesende forum-mitglieder verunsichern!!
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OldMan
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 11:53 Uhr
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Hauptmann
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Ich war 14 und kam auf die "Erweiterte Oberschule". Wir Pennäler haben uns 1961 und die darauf folgenden wenigstens 3 Jahre schon einen Kopf auch außerhalb der "offiziellen Doktrin" (die notgedrungenerweise auch unsere Lehrer vertreten mussten: Wie sie das allerdings manchmal taten...naja...) gemacht und fanden es schon "komisch", dass die Posten nach Osten statt nach Westen "sicherten". Und seltsam war der Widerspruch, dass man die bösen Imperialisten außen vor lassen wollte, die aber trotzdem jederzeit mit wenigen Kontrollen herein konnten (in die DDR), aber kein DDR-Bürger so ohne weiteres nach außen. Da wurden wir vor uns selbst "geschützt"; ich höre da noch unsere Deutsch-Lehrerin, die, befragt dazu, erklärte, dass man uns deswegen nicht in "Westen" fahren ließe, weil wir da auf offener Straße sofort gefänglich eingezogen werden würden!
Die muss sich aber nach unserem höhnischen Lachen (wir waren ja so naiv, uns noch offen zu äußern!) schon auch ihr Teil gedacht haben... Solche Argumente im Angesicht der Tatsache, dass die meisten von uns nahe Verwandte im westdeutschen Teilstaat, führten sich damals von selbst ad absurdum.
Im Übrigen konnte die DDR-Führung, obwohl sie ja gegen "dieses jujujuhh" war und das auch gelegentlich demonstrierte, eigentlich nur froh sein, dass die Jugend in den frühen 60ern von einem nie vorher so gekannten Musik-Gefühl (alle naselang neue Rythmen und Tänze: Rock, Twist, Madison usw.) eingenommen worden ist, da ließ viele die Misere vergessen, denn Radio konnte man noch empfangen.
Aber auch das wollte man verbieten: Per "Selbstverpflichtung" wurden wir bearbeitet, keine Feindsender (der Ausdruck fiel tatsächlich gelegentlich: Klang wie bei den Nazis...) mehr zu hören: Das machte die Sache aber noch interessanter, so dass man eben auch 1964 (DT64) zu reagieren gezwungen war (Deutschland-Treffen der Jugend).
Will hier nicht alles vertiefen, hatten wir schon immer wieder periodisch.
Nur eins noch: Der Mauerbau war ein monströses Staatsverbrechen - sage ich ganz leidenschaftslos. Es war ein "Staatsstreich von oben", denn 1961 wurde die Verfassung außer Kraft gesetzt (erst 1968 stellte man eine "neue" zur "Wahl"). Normalerweise hätte, wie am 17. Juni, wieder alles Volk auf die Straße gehen müssen. Aber da war die Angst vor den Russen und vor allem vor Krieg.
Ich war damals in den Ferien arbeiten. Mein Erlebnis vom 14. August im VEB "Lederverarbeitung"(?) (Spitzname: Leder-Thiele... auf der Böhmischen Straße in der Dresdner Neustadt) hatte ich schon mehrfach hier geschildert. Das blieb mir unvergesslich.
Was später im Laufe der Jahre geschah? Gewöhnung und ein etwas anderer "Stockholm-Effekt" und das Schicken ins Unvermeidliche, das Mitmachen, um einen Weg zu gehen, zu dem man sich für fähig hielt (was selbst ausgesprochene Extremisten gegen die DDR wie z. B. der jetzige sächsische Landtagspräsident mitmachten; der hätte ja sonst gar nicht Dr.-Ing. in diesem Regime werden dürfen/sollen/wollen). Alles andere hat man als notwendiges Übel geschluckt oder auch, gebe ich unumwunden zu, hier und da als sinnvoll begrüßt.

Ach, noch was: Jugendwerkhof: In einer Überschrift aus dem hier angegebenen Link (Margots Knast) wird gesagt, dass man eingesessen hätte wegen Hörens von Westmusik und langer Haare. Das ist eine schwachsinnige Zweckbehauptung, da hätte ich zumindest wegen ersterem auch sitzen müssen und jedenfalls wegen beidem auch Hunderttausende als Fan der Beatles und Rolling Stones.. Nee, in den Knast (Erziehungsheime) kam man, wenn man Straftaten ausgeführt hat; nicht nur, aber auch, wegen "Republikflucht", und wegen eines Verhaltens, das auch "normale" Menschen verurteilt hätten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel; aber aus der Ausnahme eine Regel konstruieren zu wollen, heißt Interessen zu verfolgen! Welche, erscheint klar: Aufmerksamkeit, Geld. Wie gesagt: Ausnahmen.
Und das die Behandlung da nicht fein war, auch klar.

OldMan


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Freundliche Grüße,
OldMan
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Sperrbrecher
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 12:59 Uhr
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Stabsgefreiter
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QUOTE (OldMan @ Montag, 14.August 2017, 11:53 Uhr)
Im Übrigen konnte die DDR-Führung, obwohl sie ja gegen "dieses jujujuhh" war und das auch gelegentlich demonstrierte, eigentlich nur froh sein, dass die Jugend in den frühen 60ern von einem nie vorher so gekannten Musik-Gefühl (alle naselang neue Rythmen und Tänze: Rock, Twist, Madison usw.) eingenommen worden ist, da ließ viele die Misere vergessen, denn Radio konnte man noch empfangen.

Aber auch damit machte man sich verdächtig.
In einem IM-Bericht aus dem Jahre 1960 über mich heißt es:
"...er ist im Besitz eines großen Radios und ist ein fleißiger Hörer".

Bearbeitet von Sperrbrecher am Montag, 14.August 2017, 13:01 Uhr
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ods
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 13:41 Uhr
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Oberleutnant
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Letzter Hinweis. das Thema lautet: 13. August 1961, Grenzsicherung und befindet sich im Bereich Allgemein: Geschichte der NVA der DDR. Wer etwas zum Thema beitragen möchte/kann - bitte. Wer nicht, sollte sich nicht wundern, wenn Beiträge kommentarlos gelöscht werden.

ods


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1979-1990 BO Volksmarine, 1990-1993 Deutsche Marine
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Techniker
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 16:47 Uhr
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Oberleutnant
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QUOTE (AlterSchwede_2.0 @ Montag, 14.August 2017, 11:37 Uhr)
“The same procedure as last year, Miss Sophie?”

The same procedure as every year, James.”
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Das ist halt so bei Jahrestagen. Sie kommen mit schöner Regelmässigkeit.
Im Übrigen bin ich da anderer Ansicht als die meisten, die hier zum Thema geschrieben haben. Damals ging es um die Existenz des sozialistischen Lagers. Wenn die DDR gekippt wäre, und so sah das damals durchaus aus, dann wäre als nächstes Polen herausgebrochen worden und dann hätte man vor den Toren der Sowjetunion gestanden. Ich denk, genau so, wie die USA deren hörige Regime in Mittelamerika unterstützt und jeden demokratischen Wandel abgeblockt hat, hat man das auch von Seiten des soz. Lagers (im wesentliche also der SU) gesehen.

Aber ich würde mich freuen, wenn man auf die zwei Fragen eingehen könnte, die ich weiter oben gestellt habe:
Gibt es noch weitere Veteranen, und
warum mussten es gerade die T-34 sein, die da an der Friedrichstrasse und am Arkonapltz auffuhren.


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hagenower
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 17:22 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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Sage ich doch@ Techniker. Es gab nochmal etwas Aufschub , mehr nicht. Das Ergebniss ist ab 1989 das von dir beschriebene. Dank Reagan und Thatcher und deren Hochrüstungspolitik im verlässlichen Glauben daran das Ustinov und die anderen Paranoiker da mitmachen etwas beschleunigter als gedacht. 28 Jahre Zeitverschwendung für beide Seiten.
Die anderen Fragen kann ich Dank Gnade der späteren Geburt nicht beantworten. biggrin.gif
Wahrscheinlich waren die T54 zur Abschreckung der Wettberliner Polizei nicht notwendig undmit den Alliierten war die Show doch nur Spiegelfechterei.


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UaZ MSR 29, II /1986- II /1989 , TF SC MSB , TF K MSB , ZF NaZ MSB
panta rhei
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AlterSchwede_2.0
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 17:27 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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QUOTE (Techniker @ Montag, 14.August 2017, 17:47 Uhr)

Das ist halt so bei Jahrestagen. Sie kommen mit schöner Regelmässigkeit.

deshalb sollte dann ein einfaches copy&paste auch ausreichen... rolleyes.gif


weshalb nun aber der bewährte t-34 quasi vor's loch in berlin geschoben wurde...??

da hätte ich dann mal 2 arbeitstheorien, die ich aber auf die schnelle nicht fundiert belegen kann.

1. im "unwahrscheinlichen" fall einer spontanen flucht eines verwirrten sohnes der arbeiterklasse aus dem arbeiterparadies wäre das abhandenkommen (mal abgesehen vom prestige-verlust) eines ollen t-34 sicherlich eher zu verschmerzen gewesen...
ein flüchtiger t-54 hätte im westen sicherlich damals noch ein etwas größeres interesse erzeugt.

2. (und ich denke, dass war jetzt der wahre grund) die nva hatte nach dem 4-mächte status von berlin sowieso nichts in berlin zu suchen. man sprach ja auch damals immer von "kampfgruppen" und soweit ich das jetzt noch weiss... hatte man das wort NVA bzw volksarmee in diesem zusammenhang nicht gebraucht.
diese ganze aktion sollte in der aussendarstellung auch auch soetwas wie den "willen des volkes" (scheinbar) darstellen.
und somit wollte man wohl auch das ganze nicht unbedingt nach aussen als eine militärische aktion verstanden wissen.
ich meine auch, dass wenn überhaupt nur leichte schützenpanzerwagen direkt an der demarkationslinie zu sehen waren. den t-34 als kampfpanzer hatte man dann wohl seinerzeit auch im hintergrund gehalten... und den konnte man (ich meine, dass war damals auch wirklich so) als quasi STAN-material der "kampfgruppen" besser verkaufen als den zur damaligen zeit doch einigermaßen modernen t-54 der eben nicht "STAN-mässig" bei den kampfgruppen vorhanden war...

davon mal ab könnte man über die eigentlich nutzung von kampfpanzern im urbanen gelände ausgiebig diskutieren... vielleicht wollte man damals aber auch schon eine art von reenactment zum 17. juni betreiben?!

bleibt die frage an den @techniker, ob zur damaligen zeit vor oder zum einsatz in berlin optische "anpassungen" an den gefechtsfahrzeugen (kennzeichnungen, taktische zeichen/nummern, hoheitsabzeichen) durchgeführt wurden??


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orlow
Geschrieben am: Montag, 14.August 2017, 18:45 Uhr
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Fähnrich
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Das Mittagessen stand auf den Tischen bereit zur Einnahme. Die Batterien marschierten auf der Regimentsstraße zum Essen an. Die Alarmierung kam um 12.15 am Freitag den 11. August in Prora für den Stammort. Danach wurde im Objekt oder Park aufgefahren. Vom Winkelbau war die Straße nach Binz einsehbar. Dort rollten zwei Panzerbataillone des PR 8 Richtung Binz. Etwa 45 Minuten später begann unser Marsch in den Konzentrierungsraum. Vor Binz kam der erste Zug des PR 8 uns entgegen. Auf der Spitzkehre in Binz zum Bahnhof hatten die Panzer mehre Bordsteine ausgerissen. Jeder glaubte die Truppenübung die für 10 Tage am Samstag beginnen sollte. Wir hatten für 10 Tage die Lebensmittel verladen.
Auf dem Gefechtsstand des AR 16 relative Ruhe. Alle warteten auf die Rückkehr des Kommandeurs. Nach seiner Rückkehr kam der Befehl zur Verlegung ins Objekt. Die Bordsteinkanten in Binz waren sauber wieder eingesetzt.
Den Blick in die Speisesäle vergesse ich nicht. Dort stand auf den Tischen der Gulasch mit Makkaroni und Krautsalat der vor mehr als 12 Stunden eingedeckt wurde.
Am Samstagabend ging ich nach Binz in Ausgang ins Dünenhaus. Auffällig war das nur vereinzelte Armeeangehörige in Ausgang waren.

Am nächsten Morgen gegen 09.00 Uhr weckte mich ein Koch und teilte mir mit das in Berlin die Grenze geschlossen wurde.


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# NVA # 1959 -1960 Artillerie # 1960 -1990 Rückwärtige Dienste# Berufsoffizier #
Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein und es nicht zu verdienen. Mark Twain (1835-1910)
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uwewittenburg
Geschrieben am: Dienstag, 15.August 2017, 06:16 Uhr
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QUOTE (Techniker @ Montag, 14.August 2017, 16:47 Uhr)
...............warum mussten es gerade die T-34 sein, die da an der Friedrichstrasse und am Arkonapltz auffuhren.

Was "verheizt" man denn als 1.?


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71 U. Schule Weißkeißel, Uffz.(Sonderkurier) AR 1,FB - 74 / Fw.d.R., VP/Vk O-burg/Bln. 77/89 K Präs/VPI, Dir. 5, KHK a.D. ab 04/14
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Techniker
Geschrieben am: Dienstag, 15.August 2017, 12:28 Uhr
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Oberleutnant
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Ich bin da eher bei @uwewittenburg. Von Kampfgruppen war nie die Rede, auch in den Diskussionen betonten wir ständig, dass die NVA hier präsent sei. Und es ist auch nicht so, dass wir nicht direkt an der Grenze aktiv waren, am Arkonaplatz hatte ich freien Blick auf die Grenze, von wo am Sonntag die Westberliner Bevölkerung zu uns herüberwinkte. Ich glaub ich hab das in früheren Beiträgen schon geschildert. Nein, wenn ich das so im Nachhinein betrachte, waren wir wohl die Truppe, deren Verlust im Gesamtbild wohl am ehesten zu verschmerzen gewesen wäre.


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