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> Personentransport, Mitfahren auf den Koffern
mx Knopper
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 10:45 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@An Alle

Habe mal eine Frage zum Transport von Personen auf den geschlossenen Koffern oder LAK.
Laut STVO der DDR war dieser Transport nur erlaubt auf Fahrzeugen mit geeigneten Sitzbänken z.b. Pritschen Lkws. Hatte die NVA eine Sonder- oder Ausnahme Genehmigung das Personen auf den Koffern bzw. LAKs mitfahren durften ohne entsprechende Sitzgelegenheiten. Bei uns war es üblich das der Rest der Besatzung hinten auf dem Koffer mitfuhr. Da eben im Fahrerhaus kein Platz mehr war! Die Sitzgelegenheiten welche hierzu genutzt wurden waren Ersatzteilkisten oder das Tarnnetz!
Was wäre passiert wenn man Unverschuldet einen Unfall gebaut hätte und die Personen auf dem Koffer zu schaden gekommen wären? Hätte man dann ja gegen die STVO verstoßen! Würde ich dann bestraft? Denn die Ausrede das dies so üblich ist bzw. das es so angewiesen war, würde mir keiner glauben bzw. es hätte davon keiner etwas gewusst. Diese Verfahrensweise war ja üblich, habe sie selber erlebt!

Nun eine Frage an die BW Leute in diesem Forum wie wird dies bei der BW gehandhabt?

knopper

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StKTB
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 11:03 Uhr
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Feldwebel
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siehe STVO der DDR - Ausnahmeregelung für bewaffnete Organe (Schutz-und Sicherheitsorgane derr DDR).
M.E. geregelt im § 52 ? - ist schon lange her.


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#1973-1990 NVA, BO + Na.-Kfz.-Techniker#1990-1994 Bw, BS + aaP#
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mx Knopper
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 11:08 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@StKB

Danke für deine Antwort. Ich werde mal Nachschauen!

knopper
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oker
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 11:12 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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Meiner Ansicht nach gab es aber auch klare Bedinungen für das 'Mitfahren' im Koffer. War das nicht eigentlich verboten?
Ich meine mich zu erinnern, dass man es nur in Fahrzeugen durfte, wo man in Fahrtrichtung saß. Bei der R-118 war es (zum Beispiel) verboten. Bei den "normalen" Stabs-Kom's (weiß nicht mehr wie die richtig hießen) durfte man zwar im Funkterraum mitfahren (war ja eine Bank in Fahrtrichtung) aber offiziell nicht im Koffer.

oker


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# NVA # Berufsoffizier # Fern- und Spezialaufklärung # 1979 - 1990 #
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R-363
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 11:17 Uhr
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Major
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Das mit den Ausnahmeregeln lt. StVO der DDR ist mir auch so in Erinnerung, nur der § nicht mehr. Sonst hätte ich die Soldaten meines Peiltrupps ja immer extra transportieren müssen, Der Trupp hatte eine Stärke von 0/1/6, später 0/1/5, im Fahrerhaus waren aber nur 3 Sitzplätze (dann war's aber seeeeehr eng wink.gif ) und im Koffer waren nur 2 Drehstühle (!). Also setzte bzw. legte man sich auf den Fußboden. Bei den Funkaufklärungs-LO's war das nich ganz so prekär durch die beisen Notsitze im Fahrerhaus.

Bei der Bundeswehr gibt es diesbezüglich gar keine Ausnahmeregelung, dort dürfen auf Kfz Personen nur auf dafür vorgesehenen und geeigneten Sitzmöglichkeiten transportiert werden. Auf der Ladefläche von LKW dürfen auch max. 8 Personen befördert werden, es sei denn, der Fahrer hat einen Dienstführerschein Klasse "D - eingeschränkt", dann darf er bis zu 16 Personen befördern. Wobei ich glaube, der wird gar nicht mehr neu erteilt. Auch hier gilt: Transport nur, wenn geeignete und zugelassene Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Und da hat die Bundeswehr ein Problem, weil die alten Mittelsitzbänke schon seit mindestens 6 oder 7 Jahren gesperrt sind und neue nicht oder nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind. Ob die alten Sitzbänke per Ausnahmeregelung noch im Auslandseinsatz genutzt werden dürfen, weiß ich jetzt nicht.

R-363


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1971 - 1972 FuAR-2, 1972 - 1991 AB-8 StOFä a.D., 1991 - 2006 PzGrenBtl 401 StFw a.D. und d.R.
PMAOL
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mx Knopper
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 12:20 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@R-363

Ich Danke Dir für Antwort.

Zum LO muss ich allerdings sagen das die zwei Notsitze nur bedingt genutzt werden konnten. Wenn noch Zwei Mann im Fahrerhaus waren war doch der Platz so eng das man die Waffen nicht in die Vorgesehenen Halterungen stellte konnte bzw. die Soldaten in einer Haltung sitzen mussten welche Sie nicht über längere Strecken aushalten konnten! Deshalb saß Max. ein Mann hinten. Der Rest immer im Koffer! Du hast schon recht bei einer Besatzung 0/1/4 ist dies auch so! Die persönliche Ausrüstung und die Munitionskiste kamen ja auch noch dazu!
Mit den Drehstühlen das war auch bei uns so diese konnten aber am Fußboden nicht befestigt werden, dadurch rutschen sie auf den Fußboden hin und her!

knopper
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Thunderhorse
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 18:40 Uhr
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Marschall
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Kleiner Auszug aus dr StVO der DDR

Anordnung über den Betrieb von Kraftfahrzeugen im Personenverkehr
(BO-Kraft)
aus 1971
§ 1 Geltungsbereich

(3) Für die bewaffneten Organe findet diese Anordnung keine Anwendung


Gültig war hingegen:
Verordnung über die Leitung und Durchführung der öffentlichen Personenbeförderung
- Personenbeförderungsverordnung (PBVO)
aus 1984
§ 1 Geltungsbreich
(3) Diese Verordnung gilt auch für die Militär-Personenbeförderung sowie für die grenzüberschreitende Personenbeförderung, soweit hierfür nicht spezielle Rechtsvorschriften und Tarife bestehen.



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"Mobility, Vigilance, Justice"
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mx Knopper
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 19:01 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@Thunderhorse

Danke für Deinen Beitrag hierzu.

Musste erst suchen, wo ich die STVO der DDR hin gekramt hatte. Habe Sie dann auf dem Boden gefunden!

Du warst schneller!

Zum Thema BW habe ich noch eine Frage:
Stimmt es das die Besatzung noch Möglichkeit mit Blickrichtung nach vorn sitzen soll.
Wenn ja warum?

Knopper
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R-363
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 19:20 Uhr
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Major
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QUOTE (mx Knopper @ Dienstag, 01.Juni 2010, 20:01 Uhr)
@Thunderhorse

Danke für Deinen Beitrag hierzu.

Musste erst suchen, wo ich die STVO der DDR hin gekramt hatte. Habe Sie dann auf dem Boden gefunden!

Du warst schneller!

Zum Thema BW habe ich noch eine Frage:
Stimmt es das die Besatzung noch Möglichkeit mit Blickrichtung nach vorn sitzen soll.
Wenn ja warum?

Knopper

So eine Festlegung ist mir nicht bekannt. In Kofferfahrzeugen könnte ich mir das vorstellen, habe ich aber nicht gesehen. Auf der Ladefläche von LKW saß man auf der Mittelsitzbank Rücken an Rücken. Und bei eiigen Klein-Kfz (VW-Bulli z.B.) habe ich auch die mittlere Sitzbank gedreht eingebaut gesehen, also mit dem Rücken in Fahrtrichtung.

R-363


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mx Knopper
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 20:12 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@R-363

Habe das in der S§T gelesen speziell im Zusammenhang mit dem Wiesel II Befehlsstellen. Habe mir noch gedacht die haben ja Probleme!

knopper
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funk503
Geschrieben am: Dienstag, 01.Juni 2010, 23:16 Uhr
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Stabsfeldwebel
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Hallo zusammen,
es gab eine Anordnung / Weisung, dass Personen nur im Koffer transportiert werden durften,
wenn dieser eine Hecktür hatte.
Bei unseren Hütten war es strengstens verboten in der "Betriebskabine" (Seiteneinstieg) mitzufahren.
Hintergrund: wenn sich der LKW bei einem Unfall auf die entsprechende (rechte) Seite legte,
hatten die sich darin befindenden Personen KEINE Chance sich zu befreien.
Also: entweder Technik VOR Abfahrt verkabeln oder in den Marschpausen.
Alles andere: NUR nicht erwischen lassen. wink.gif wink.gif wink.gif


--------------------
NVA # MTS-N H.-Jentsch# 1984 #
Grenztruppen # UAZ # Nachrichten/SAS-FS # 1984-1987 #

Die DDR ist ökonomisch nicht am Sozialismus zu Grunde gegangen sondern an der dt. Einheit.

Niemals mit Idioten diskutieren! Die ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.

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mx Knopper
Geschrieben am: Mittwoch, 02.Juni 2010, 18:27 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@funk03

Danke für Deine Antwort.

Diese Anordnung/Weisung kenne ich überhaupt nicht! Womit ist den dann die Besatzung bzw. der Rest des Trupps transportiert worden?
Ich hatte jedenfalls immer ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich daran gedacht habe das hinten noch Kameraden drauf sitzen! Scheint doch nicht so richtig Einheitlich gehandhabt worden sein.

knopper
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Thunderhorse
Geschrieben am: Mittwoch, 02.Juni 2010, 19:40 Uhr
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Marschall
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Handbuch für MKF.

Seite 348;
Personentransport

Die StVO war gültig.
darüber hinaus dürfen/durften in der NVA auf der LAdefläche von LKWs und Zugmitteln sowie in Kofferaufbauten der Spezial-Kfz auch mehr als 8 Perosnen ohne den Erlaubnisschein ( (Personenbeförderungserlaubnisschein) mitgenommen werden.
Der Kf darf /durfte jedoch über die mitnahme von mehr als 8 Personen nicht selbst entscheiden.
Snd keine Sitzpläte auf den Ladeflächen vorhanden, müssen /mußten die Personen auf dem Boden der Ladefläche sitzen.

Und so weiter und so fort.



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funk503
Geschrieben am: Donnerstag, 03.Juni 2010, 00:22 Uhr
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Stabsfeldwebel
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QUOTE (mx Knopper @ Mittwoch, 02.Juni 2010, 18:27 Uhr)
@funk03

Danke für Deine Antwort.

Diese Anordnung/Weisung kenne ich überhaupt nicht!
Womit ist den dann die Besatzung bzw. der Rest des Trupps transportiert worden?
Ich hatte jedenfalls immer ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich daran gedacht
habe das hinten noch Kameraden drauf sitzen!
Scheint doch nicht so richtig Einheitlich gehandhabt worden sein.

knopper

Hallo knopper,
unsere Trupps hatten ZWEI Kabinenteile und somit auch zwei Türen.
In der Heckkabine durften sehr wohl wie unten von TH geschrieben mehrere Personen mitfahren.
Ich bezog mich oben auf die Seitenkabine.
Dort war unsere SAS-Technik drin und außer den Betriebsmechanikern durfte dort eh keiner rein.

Gruß


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Die DDR ist ökonomisch nicht am Sozialismus zu Grunde gegangen sondern an der dt. Einheit.

Niemals mit Idioten diskutieren! Die ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.

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mx Knopper
Geschrieben am: Donnerstag, 03.Juni 2010, 19:06 Uhr
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Stabsfeldwebel
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@funk503

Entschuldige das ich nicht daran gedacht habe. Unsere SAS-Fahrzeuge waren nur LOs mit einer Tür.

knopper
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