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> Todesfälle in der Armee
hadischa
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 19:33 Uhr
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Marschall
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QUOTE
Das Kommando übrigens war ja quasi gar nicht in der Ex-Ausbildung vorgesehen, oder?
Wenn ich mich recht erinnere, hieß es damals: "Hoch legt - an! Gebt - Feuer!"


Korrekt


--------------------
gedient von 1966 bis 1993/ Artillerie/ Kanonier, Unteroffizier(Wachtmeister), Offizier
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Lutz52
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 19:35 Uhr
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Soldat
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Hallo Techniker,
wann war das mit Großenhain ?
Ich war von 1974 bis 1988 in Großenhain.
Gruß Lutz
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KP11e
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 20:26 Uhr
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Oberfeldwebel
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QUOTE (Techniker @ Samstag, 02.Juli 2011, 19:45 Uhr)
... Als wir die Ehrensalve schossen, bekam die Mutter einen Weinkrampf. Schlimm.

Ehrensalve bei einem Erschießungsopfer klingt ziemlich makaber ...


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Glückliche Schotten! Anders als die Ostukrainer und die Bewohner der Krim, dürfen sie völlig frei abstimmen. Die Engländer schicken keine Truppen, keine Stadt wird bombardiert. ...
(Zitat einer userin aus einem anderen Forum)
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hadischa
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 20:41 Uhr
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Marschall
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QUOTE (KP11e @ Samstag, 02.Juli 2011, 21:26 Uhr)
QUOTE (Techniker @ Samstag, 02.Juli 2011, 19:45 Uhr)
... Als wir die Ehrensalve schossen, bekam die Mutter einen Weinkrampf. Schlimm.

Ehrensalve bei einem Erschießungsopfer klingt ziemlich makaber ...

Das Zeremoniell forderte und verlangte es so bei einer militärischen Beisetzung.


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Feldwebel P
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 20:58 Uhr
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Hauptmann
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QUOTE (KP11e @ July 02, 2011 07:26 pm)
QUOTE (Techniker @ Samstag, 02.Juli 2011, 19:45 Uhr)
... Als wir die Ehrensalve schossen, bekam die Mutter einen Weinkrampf. Schlimm.

Ehrensalve bei einem Erschießungsopfer klingt ziemlich makaber ...

Woher weisst Du denn, dass es ein, Zitat: "Erschießungsopfer" Zitatende, war?

Im Beitrag von OaZ steht:
QUOTE
Der Verstorbene (19 oder 20) war bei einer Übung bzw. einem Manöver tödlich verunfallt.


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NVA # UaZ # Panzer (T-72) # 1986-1989
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R-363
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 21:04 Uhr
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Major
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Dann lies bitte den Beitrag von Techniker, auf den sich KP11e bezieht.
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OaZ
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 21:10 Uhr
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Major
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@Feldwebel P

In meinem Beitrag gehts um einen anderen.
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ladewart 4AA
Geschrieben am: Samstag, 02.Juli 2011, 21:14 Uhr
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Stabsfeldwebel
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QUOTE (hadischa @ Samstag, 02.Juli 2011, 13:57 Uhr)
Es ist schon richtig, es gab diesen Vortrag zu den Unfällen in der NVA und auch diese "schönen Bilder" dazu.
Im AR-1 hielt der Kommandeur Oberst R. den Vortrag persönlich. Ich habe nicht gezählt, wieviel Angehörige des Regiments (nicht nur im Dienstgrad Soldat) den Saal verlassen haben.
Leider, das Ergebnis war nicht berauschend.
Wohl weitaus später zog der Kommandeur der 1. MSD (Oberst Z.) mit einem ähnlichen Beitrag durch seine Division, nur Bilder gab es wohl nicht.
Es erfolgte eine Auswertung von Vorkommnissen mit Todesfolge im Rahmen der Division. Innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne gab es in der MSD wohl ein dutzend Tote.
Spitzenreiter war wohl damals das MSR-3, bei einer Bahnverladung Schönhauser Damm, kam es schlagartig zum tragischen Ausgang einer, ansonsten guten, Übung.

QUOTE
(Techniker @ Freitag, 01.Juli 2011, 18:21 Uhr)
Jede Zeit hatte so ihre Schwerpunkte. Ich wurde als junger Soldat vor allem darauf hingewiesen, beim Einweisen von Fahrzeugen streng darauf zu achten, sich nie zwischen zwei Fahrzeuge zu stellen, es muss wohl da beim Einweisen von Fahrzeugen auf der Waschrampe was passiert sein.


Eigentlich egal welche Zeit und welche Technik vorhanden war. Ursache war immer, Nichteinhaltung von Sicherheitsbestimmungen und Befehlen oder aber auch "nichtgegebene Befehle".

hallo Hadischa,
und es gab da diese Unterschriftsleistung zu Geheimhaltung?!

auch in einem Sommer während meines GWD (77/78)auf dem TÜP-Klietz, in Erinnerung oberhalb der Göttliner Übersetzstelle, in einem Zeltlager oder Mannschaftszelt schlug ein Blitz ein und 4 Tote sollen es gewesen sein, kann meinen Vater aber nicht mehr fragen, er hatte damals seinen Beruf aufgegeben und half bei einem Bekannten aus , einem Rathenower Bestattungshaus und jedenfalls mußten sie die Toten abholen o.s.ä.
und einer hatte das gleiche Geburtsdatum wie ich und mein Vater bekam einen Heidenschreck und bis das alles geklärt war gab es große Anspannung bei meinen Eltern.

LW
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Techniker
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 06:56 Uhr
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Oberstleutnant
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QUOTE (Lutz52 @ Samstag, 02.Juli 2011, 19:35 Uhr)
Hallo Techniker,
wann war das mit Großenhain ?
Ich war von 1974 bis 1988 in Großenhain.
Gruß Lutz

Nein, die Panzerschule Grossenhain war zu dieser Zeit bereits in der OHS Landstreitkräfte aufgegangen.


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Von 60-61 PR-8 (Ladehugo und Pz-Fhr.);61-65 Offz.-Sch.; 65 IK-MSR-1, danach bis 71 Kp.-TA im AB-1; 71-90 OHS der LaSK. / Soldat, Gefreiter, Uffz. Offz.-Sch., Ltn-OSL.
Die Wahrheit liegt oft in der Mitte! / www.kaserne-loebau.de
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Feldwebel P
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 08:50 Uhr
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Hauptmann
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QUOTE (R-363 @ July 02, 2011 08:04 pm)
Dann lies bitte den Beitrag von Techniker, auf den sich KP11e bezieht.

stimmt, da hat der gute alte Freud mir einen Streich gespielt.


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Wolf
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 20:16 Uhr
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Generalmajor
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Ja diese Vorkommnisse bei der Bahnverladung hatten drei Tote zur Folge, einen Oberfeldwebel und zwei Soldaten des damaligen III. MSB des MSR-3.

Ich erinnere mich sehr genau daran denn als OvD erhielt ich damals die Anrufe mit den enstsprechenden Meldungen und durfte daraufhin den K-MSR informieren.

Das makabere war, das die drei Toten nicht auf einmal da waren sondern in
Zeitabständen von mehreren Minuten völlig unabhängig voneinander bei der gleichen Einheit an unterschiedlichen Stellen zu Tode kamen.

Ein noch schwereres habe ich nur in Erinnerung als in Klietz ein vollbesetzter BMP von einem Panzer in Brand geschossen wurde.


Wolf

Bearbeitet von Wolf am Sonntag, 03.Juli 2011, 20:18 Uhr


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1971 - 1990 NVA

Die über Nacht sich umgestellt, und sich zu jedem Staat bekennen - das sind die Praktiker der Welt, man könnte sie auch Lumpen nennen.
(Wilhelm Busch)
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eljem
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 20:33 Uhr
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Stabsoberfähnrich
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In meiner nunmehr bald 28-jährigen Dienstzeit musste ich einige Unfälle mit Todesfolge oder auch Suizide erleben. Besonders ging mir folgender Fall an die Nieren:
1994 war ich Batteriechef (im zarten Alter von 31) und hatte Grundausbildung durchzuführen. Sonntags war für die Rekruten 22 Uhr Zapfenstreich. Das heißt sie mussten zu dieser Zeit anwesend sein. Auf einer Stube schauten 6 Kameraden dann noch Fernsehen. Gegen 23 Uhr wollte einer zur Toilette gehen. Steht auf, geht 3 Schritte und fällt tot um. 19 Jahre alt. Keine Chance auf Rettung. Ca. 45 min später war ich vor Ort. Der Notarzt meinte, sowas habe er noch nie erlebt.
Am nächsten Morgen überbrachte ich (zusammen mit unserem Pfarrer, einem Sozialarbeiter, meinem Kommandeur, einem der Stubenkameraden und mit meinem Spieß) den Eltern die traurige Nachricht. Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Aus dem ganzen genannten Begleittroß hat mir der Pfarrer am meisten geholfen. Die anderen waren genauso hilflos wie ich selbst.

Die Obduktion ergab einen Herzfehler, der durch falsches Abtrainieren entstanden war. Der junge Mann hatte Rudern als Leistungssport betrieben und das etwa 1 Jahr vor seiner Bw-Zeit aufgegeben.

Bei der Beerdigung wollten die Eltern des Jungen keinerlei Primborium der Bw. Ich habe sie gefragt, ob ich wenigstens in Zivil teilnehmen dürfe. Damit waren sie einverstanden und ich war dankbar dafür.


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Seit 1982 Soldat.
Viele Grüße, eljem
PM
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TRausch
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 21:03 Uhr
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Ich bin sehr froh, dass dieser Kelch an mir vorbeigegangen ist.
Zwar hatte ich einmal die Aufgabe, als Ehrenzugführer bei der Beerdigung eines während des Reservistenwehrdienstes verstorbenen Gefreiten handeln zu müssen, der gehörte aber nicht zu meiner Einheit, wir waren nur der zum Wohnort nächstgelegene Truppenteil und die Angehörigen wollten es ausdrücklich. In Erinnerung geblieben ist mir aber auch das Training einer Erdbestattung unter Anleitung des OOiD als ein Besenschrank als Sargimitation herhalten musste. Das war für mich als jungen Leutnant irgendwie surreal.
Irgendwann hat dann die Vorsehung dafür gesorgt, dass ich nach einen Jahr im Truppendienst, dann schon als Batteriechef einen Samstagabends ohne besonderen Anlass meine Einheit aufgesucht habe und in einer Unterkunft einen bewusstlosen mir unbekannten Soldaten auffand, der aus einen anderen Truppenteil zu mir versetzt wurde ohne dass ich es wusste und wegen Liebeskummer eine Überdosis Schmerztabletten geschluckt hatte. Aber zumindest körperlich konnte er gerettet werden, wenn ihn der UvD erst 22Uhr gefunden hätte, wohl nicht mehr.

Bearbeitet von TRausch am Sonntag, 03.Juli 2011, 21:18 Uhr


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NVA 1982-1989, irgendwas 1989-1990, Bundeswehr 1990-1992
1985 Ltn/ZF 1986 Oltn/BC 1989 Hptm/BC
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OaZ
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 21:32 Uhr
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Major
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QUOTE (TRausch @ Sonntag, 03.Juli 2011, 21:03 Uhr)
... In Erinnerung geblieben ist mir aber auch das Training einer Erdbestattung unter Anleitung des OOiD als ein Besenschrank als Sargimitation herhalten musste. ...

Erklär mal bitte!
Hab keine Ahnung, wovon du sprichst.
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TRausch
Geschrieben am: Sonntag, 03.Juli 2011, 21:56 Uhr
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QUOTE (OaZ @ Sonntag, 03.Juli 2011, 21:32 Uhr)
Erklär mal bitte!

Es hat ja nur am Rande etwas mit dem Thema zu tun, deshalb wollte ich es nicht ausbreiten.
Der Ehrenzug hatte die Aufgabe den Verstorbenen im Sarg von der Halle, in der die Trauerfeier stattfand zum Grab zu transportieren. Im Ehrenzug waren nun keine Soldaten, die das immer gemacht haben wie die Angestellten vom Friedhof , sondern das war etwas besonderes. Wie übe ich so etwas vorher? Schließlich will man auch im Interesse der Hinterbliebenen keine Fehler machen. Man nehme also einen leeren Besenschrank, den 6 Soldaten auf die Schulter heben ...
Durchaus nachvollziehbar, begründbar, sinnvoll aber irgendwie auch makaber.



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